Greenfee, Federn & Extrawürstchen

Danke, Golf & Country Club Hamburg-Treudelberg sowie Hotel Steigenberger

Der Turnierausschreibung 2012 entnahm ich: Deutsche Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung, in Hamburg-Treudelberg, zu spielen auf den 9-Loch-Plätzen A & B.

Es lag also auf der Hand, die Strategie für meine Trainingswoche sah gleichfalls vor: Spiel auf Platz A & B. Meine Planung sollte zunächst dem versetzten Rhythmus zur Pflege bzw. Auslastung Ihrer drei Plätze (A, B, C) entgegenstehen. Vom Management her verständlich, für mich allerdings nicht ganz so zielführend.

A, B oder C

Mit feiner hanseatischer Freundlichkeit der charmanten Damen des Golf & Country Clubs fand sich eine allseits gute Lösung, erfüllte sich des Golfers Wunsch. Dass ich in den von Ihnen zusammengestellten Flights mehrfach mit sehr routinierten Platz-Kennern sowie einstelligen HCP-Könnern spielen konnte, war darüber hinaus ein letzter, extra Abschlusstest für mein großes Turnier, am 11./12. Aug. 2012.

Feinste Federn & Extrawürstchen

Wennschon, dennschon: tj.PHOENIX logierte direkt am Platz, edel im *Hotel Steigenberger. Seit ewigen Zeiten schlief ich nicht mehr in so feinen Federn. Dass das Haus auf Golfer top eingestellt ist, liegt in der Natur der Sache. Dass es für mich mehrfach behinderten Sportler – gleichfalls – bestens präpariert ist, sei hier an einem meiner „Handicaps“ nur kurz umrissen: Nach schwerster Krebserkrankung im Hals, ist die Ernährung ein zentrales Thema, in Menge(n), Art bzw. Häufigkeit. Beim fürsorglichen Servicepersonal durfte ich stets ein kleines Zweites Frühstück ordern, Bananen wurden extra „eingeflogen“ und ein für mich wichtiges laktosefreies Buffet gehörte täglich zum Angebot. Toll! Ebenso Standard, der barrierefreie Zugang zum schönen Zimmer. Dann noch, das Highlight für geschundene Golfer-Ellenbogen: die Crash-Ice-Anlage in der Sauna.

Top Performance

Durch Eure Extras extra erstarkt, spielte ich in diesen Tagen besser denn je! Das wir uns 2013 wiedersehen ist – für mich – bereits jetzt fest geplant. Falls ich mit meinen kleinen Wünschen weiterhin erwünscht bin?

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Ferne Heimat

Danke, Golfclub Lilienthal

Golfclub Lilienthal – Der Club der sich schon früh für die praktisch gelebte Inklusion, dem gemeinsamen Spiel behinderter und nicht behinderter Golfer, verschrieben hat, lange bevor das Wort in Mode kam.

Interessant ist, dass der Großraum Berlin in Sachen INKLUSIONSSPORT GOLF vergleichsweise völlig hinterher hängt. Geredet wird hier darüber viel, insbesondere sozial-politisch. Aber: es gibt beispielsweise nicht einmal ein fachlich abgestimmtes Golf Training etc., obgleich Golfen – anerkanntermaßen – gesundheitlich ein sehr förderlicher Sport, speziell und gerade für behinderte Menschen ist.

So führt nun Ihr mein formales Handicap, charmant und offiziell in/aus der Ferne.

2012 trat ich unter Eurer Flagge an, zum großen Motivationsziel: Deutsche Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung in Hamburg-Treudelberg. Nach meiner sehr schweren Krebserkrankung sowie in Bezug zu meinen angeborenen Handicaps (GdB 100), war dies ein herausragender, mental wichtiger Meilenstein. Eine gelungene Wiederauferstehung, bestens gespielt auch mit tollen Flight-Partnern aus dem “fernen“ Lilienthal.

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tj.phoenix

Golf mit Behinderung aber ohne Tabus

Danke, Behinderten Golf Club Deutschland e.V.

Spieler der unterschiedlichsten Klassen trafen sich auf der Deutschen Meisterschaft der Golfer_innen mit Behinderung, 2012.

Über den besten blinden Golfer Deutschlands, Bernd Walsch, entstand der Kontakt zu Euch, dem BGC (Behinderten Golf Club Deutschland e.V.). Als neues Mitglied ging es nun dann gleich auch formal forsch in Richtung meines großen Zieles:

Deutschen Meisterschaft der Golfer_innen mit Behinderung, 2012.

Offiziell ausgerichtet vom Deutschen Golf Verband trafen wir Gehandicapten uns dort alle, im August, in Hamburg-Treudelberg, zum Spiel der Spiele. Nach brutaler Krankheit wieder im Leben und erstmals nun dabei: der GdB 100-Behinderte, Berliner, Rookie und HDC-„Schwächster“ tj.phoenix.

Ich trat an, in der Klasse ARM.

Ich wäre allerdings zu gerne angetreten, in den schwer umkämpften beiden Wertungskategorien „REICH bzw. SUPERREICH“…

Sowohl im Einführungstraining, wie auch im Wettbewerb spielten mit mir toll motivierte bzw. toll motivierende Sportler_innen. Beispielsweise die Golferin BIANCA. Sie spielte charmant sowie sehr klasse in der Klasse BEIN. Und sie wurde dabei begleitet durch ihren Mann, der, mit prächtig schwarzem, herrlich tabulosen Humor,

„…Du könntest ja mal deine Protese tauschen…“

sich bestens um unseren Flight kümmerte. Was haben wir auf dem Platz „gefightet“, was haben wir über seine trockenen Sprüche gelacht.

Beeindruckend welch sehr gute Golf-Cracks antraten. Bewundernswert deren Schläge, deren Golfspiel – großes Kompliment! Ich selbst konnte mein Handicap (HDC) während des Turniers 2x verbessern, einige Mitbewerber vom Ranking deutlich überholen und war, unter den Umständen der eigenen Biografie, damit mehr als glückselig.

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PS: Lebensfreude 2013 – sicherlich steh ich wieder in Bestform an den Abschlägen zur nächsten DM bereit…