„Herr, erbarme dich“

Danke, Wolfgang

Auch ein charakterlich völlig konträrer Freund kann auf seine Art zur Heilung beitragen wollen. Beispielsweise durch sein Erbitten des (päpstlichen) Segens.

Wolfgang, während ich „chemotherapierte“ warst Du gleichfalls auf dem Gelände der Charité aktiv, allerdings tätig als Chef der Techniker oder „Chief of hohe Baukunst“ oder ähnlich Erfreuliches. Wie auch immer, vorbildlich jedenfalls. Zumindest Du hast was richtig Ordentliches gemacht, damals, aus unserem harten Elite-Studium an der Technikerschule Berlin.

Ich gründete lieber eine Firma, bereits in dieser Zeit, und fuhr Rennen, obgleich ich mir letztlich auch offiziell den Titel anhängen darf:

Staatlich geprüfter Techniker

Zurück ins heute: Dein Können jedenfalls war für das neue Forschungszentrum der Charité schwer gefragt. In den Mittagspausen kamst Du ab und an kurz, für ein paar Aufheiterungen, locker vorbeigefedert, besuchtest mich spontan am Krankenbett.

Heiliger Geist

Irgendwann gab es Urlaub, dass hieß für Dich auf nach Rom. Deine Verabschiedung:

„Ich werde für Dich dort in der Kapelle eine Kerze anzünden und ein Gebet sprechen, Thomas.“

In unserer langen Freundschaft war immer klar, dass wir die Welt ganz verschieden sehen bzw. verstehen. Gleichwohl konnte – und kann – ich von Herzen gerne annehmen, welch guten Willen Du, als tief gläubiger Christ, mir damit für meine Heilung schenken mochtest.

Ich hoffe nur, dass das Weihwasser nicht gleich verdampfte und man Dir nicht sofort die Tür des Vatikans vor der Nase zuschlug, als Du meinen Namen nanntest…

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