Spirit of Golf

Danke, Golf PRO Simon

Berlin – Herbstmorgen, leichter Nieselregen. Weit und breit kein Mensch auf der Driving Range, nur ein schwarzer Mann, der für sich ganz ruhig ein paar Golfbälle schlug. Er sollte mein Golflehrer werden…

Aus der Ferne, so dachte ich zunächst, sähe ich Tiger Woods beim Training, so elegant der Schwung. Simon – wir kamen ins quatschen, unsere Schwingungen passten, wir begannen ab diesem Tag an meinem Golfschwung zu arbeiten, nach Deiner „afrikanischen“ Art eines Golf PROs: ganz gelassen, mit sehr viel Freude, feinen taktilen Korrekturen der Bewegungen…ganz langsam…ganz rhythmisch…ganz relaxt. Das gefiel mir gut, zumal das Regelbuch völlig ignoriert wurde und wir uns nur auf das Spielen einließen. Dann, zur Platzerlaubnis-Prüfung, wurde es studiert, allerdings auch nicht so übertrieben, wie sonst „deutsch geartete“ Golfer dies allzu gerne, allzu ernst handhaben…

In Trance

Die PE (über Golf Berlin Mitte) fiel in die Winterzeit. Unsere talentierten Ladies Mara und Anja, der zwischenzeitlich kleinen, sehr sympathischen Anfängergruppe, drängten zur ersten echten Platzrunde. Eisreif auf dem Platz von Prenden. Erstes Tee. Du hattest die Ehre, legtest vor. Ich erinnere mich genau wie ich sah, wie Du in Trance fielst und einen grandiosen Abschlag abfeuertest, der mit Fade durch die klirrend kalte Luft perfekt am angekündigten Punkt aufschlug. Beeindruckt fragte ich,

Was war denn DASS?“

Du nur kurz:

„TIGERLINE!“

Wir lachten. Lachten, wie so häufig, beispielsweise auf der Range von Golfer’s Friend: Du zeigtest mal eben, gegen die kleine Wette um einen Espresso, wie man selbst mit meinem uralten Callaway H3 den Ball punktgenau auf die 200 Metermarke setzt.

2012 – als es um das Ziel, die Teilnahme zur Deutschen Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung für mich ging, gab’s noch ein schönen Glücksbringer mit auf den Weg: ein perfekt in meine Klassik-Serie passender, mir noch fehlender Driver, von meinem guten lieben „Golf Guru“.

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Happy-go-lucky Rentner

Danke, Peter

Gibt es einen schöneren Frühsport für zwei befreundete Rentner, als montags vormittags um halbzehn, bei Sonnenschein sowie langsam aufsteigenden Nebelschwaden, locker eine Runde Golf?

PETER, wohl kaum! Denn vor Beginn nahmen wir erstmal genüsslich einen feinen Espresso, während der Runde pausierten wir ausgiebig auf der Bank an Loch 6, stärkten uns mit BIO-Apfel, gekochtem Ei und Serrano-Schinkenbrot. Um dann, nachdem die jungen wilden Rehe wieder vom Platz gesprungen waren, in aller Seelenruhe, auch in aller morgendlichen Menschen-Leere, weiterzuspielen.

Du, durch Fleiß und Alter her verdient pensioniert, ich, durch…na egal…zu früh berentet. Im Rahmen int. militärischer (fragwürdiger) „Friedensmissionen“ lernten wir uns seinerzeit kennen. Im kritischen Kampf gegen (m)einen eigenen Feind KREBS stärkte mich dann ein inzwischen guter, aufrecht motivierter Freund und seit Mitte 2011 tingeln wir wieder – als Drill Training „getarnt“ – allerdings sehr viel gelassener und für ein sehr viel sinnvolleres „Angriffs“-Ziel, über Berlins Golfplätze. Dass die grad beschriebene Art zu trainieren, zu meiner Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung führen sollte, scheint nicht recht glaubhaft – war aber nun mal genau so, zumindest in der Regelmäßigkeit unserer Übungen, insbesondere in unseren vielen Putting Matches, mit denen Du mich regelrecht herausgefordert hattest.

Und nach dem Golfen? Eloquent und ganz nebenbei tauschen wir uns auch gerne kultiviert in feingeistigen Themen aus und genießen, trotz aller Malaisen, die Lebensfreuden eines glücklichen Rentnerdaseins…

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tj.phoenix

Greenfee for free

Danke, Golfclub Pankow

Golfclub Pankow – Ich spielte dort gerne. Auf Grund meiner Krebserkrankung kam das überraschende Aus. Neustart durch spezielles Motivationsprogramm.

Frau Wagmüller (Geschäftsführerin), im Frühjahr 2011 erörterten wir in einem offenen Gespräch, wie mein Golfen auf der Anlage erneut starten könnte, nun im Sinne eines kleinen persönlichen „REHA“-Programms und unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich doch stark gesunkenen Möglichkeiten (körperliche Behinderungen, Rente etc. pp…).

Charmante Genesungswünsche

Kurzerhand schenkten Siemir eine 10er-Karte für den 9-Loch-Kurzplatz – eine feine, motivierende Geste!

Auf den ersten Runden hatte der „Gehandicapte“ konditionell dann tatsächlich noch sehr zu kämpfen. Step by Step lief es besser und ich entdeckte Golf PRO Richard Bligh. Er war gleichfalls hilfsbereit, trainierte mich ab da schritt(chen)weise aufbauend und wir heckten sogar das ambitionierte Ziel aus: Deutschen Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung 2012.

Der ultimative Turniertest

Monate später hatte ich mich erfreulich gesteigert. Zum Ende der Vorbereitung sollte nun ein golf-sportlicher Leistungstest her. Mitte Sommer 2012 fand zeitgleich gerade die Fußball-EM statt. In deren terminlichen Rahmen hatten Sie ein Greenfee-Special im Club-Programm (18-Loch golfen, 9-Loch bezahlen). Ich spielte diese straffe 10er-Serie komplett durch, wobei es sich Ende Juni aus dem EM-Plan ergab, an 4 Tagen hintereinander zur großen Nachmittags-Runde anzutreten – beinahe professional like!

Es waren nur wenige Golfer am TEE 1. Ich spielt meist allein, nur das extreme Wetter war ein echter Gegner. So wünschte ich mir

„schönes Spiel“,

bei schwülen Hitzephasen die mit Regen wechselten, teils so stark, dass nach 70-80 Metern der abgeschlagene Ball nicht mehr zu sehen, geschweige denn im Rough zu finden war. Sowie bei Sturmböen die meinen schweren Trolly gleich dreimal umfegten!

Diese Tage waren Hardcore Golftraining, zumal ich noch recht langsam war. Teils völlig durchgeweicht, völlig fertig, meist erst deutlich nach EM-Anpfiff traf ich zum Trocknen sowie zum gemeinsamen Jubeln wieder im Clubhaus ein. Aber, ich hatte jede Runde eisern, jeden Ball konzentriert zu Ende gespielt. Der geniale Nutzen aus dem willensstarken Durchhalten (Volition) sollte sich wenige Wochen später – während meines großen Turnieres – zeigen: wetterseitig gleichfalls chaotisch.

Bei Ihnen in Berlin Pankow legte ich die mentale und konditionelle Basis meiner Spielstärke. Ihre freundliche Einladung trug mit bei, zu neuen Lebenskräften und zur DM-Teilnahme!

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