Eternal Flame

Danke, Mara E.

Sehnsucht ist eine starke, Liebe eine stärkere Motivation.

Im Krankenwagen wurde ich täglich an „der Bank“ vorbeigefahren: von der Charité Wedding zur Charité Mitte, von der Chemostation zum Strahlungszentrum, zuvor voll gepumpt mit Medikamenten. Deren giftige Wirkung und die Verstrahlungen führten, nach und nach, zum Totalausfall meiner Nahrungsaufnahme. Simples Trinken wurde, trotz Morphium, zur Tortur. Mein Zustand verschlechterte sich rapide, Panik entstand. Mehrere Wochen fuhr man mich ich dort lang, stets sah ich durch ein kleines Fenster Deine Arbeitsstelle…

Mara, welch glücklicher Umstand, welch sentimentale Analogie. Denn, so erinnerte ich mich an Teneriffa und unsere Wanderung dort, durch ein tiefes Tal welches du kanntest und mir damals zeigtest. Immer abwärts, hinunter in die enger werdende Schlucht, bis es nicht mehr weiter ging, wir am Ende am alles aufnehmenden Meer standen.

Teneriffa: aus dem tiefen Tal

Der Weg zurück, der Aufstieg, wurde endlos lange und durch den einsetzenden Regen immer schwieriger, sogar gefährlich. Eben noch entzückten uns schönste Momente, wechselten dann in Furcht, dass wir abstürzen könnten. Wir schafften es. Ich war völlig platt, von Krämpfen geschüttelt. Du warst bis zum Schluss sensationell stark! Allein an diesem Tag zeigte sich viel von Deinem innersten Lebenswillen. Ich wusste: Dich möchte ich für immer an meiner Seite wissen, mit dieser Frau möchte ich durch die Abenteuer des Lebens gehen…

Starker Wesenszug

Um im Krebskampf nicht aufzugeben, ließ ich diesen – Deinen – außergewöhnlichen Wesenszug in mir aufflammen. Der, der eine Herausforderung, sei diese noch so übermächtig groß, mutig angeht. Im hintersten Winkel meiner Seele fand ich grad rechtzeitig diese ewige Flamme.  Zunächst ganz klein, da verzweifelt, möglicherweise bald aus dieser Welt scheiden zu müssen, gelang die Wandlung zum Entschluss, immer einen Schritt weiter, empor in ein neues, freies Leben. Dieser kleine psychologische Kniff bestärkte die Bereitschaft durch mein eigenes, tiefes dunkles Tal zu gehen, erhellt durch Deine wunderbare Fackel. Ich schwor innerlich:

Ich werde eines Tages – aufrecht – bis zu Dir gehen!

In dieser kritischen Phase fragte mich eine Ärztin:

…ob ich in der Lebensbilanz vielleicht andere Wege hätte wählen wollen, oder ob mein Leben erfüllt sei, ich sogar in Frieden gehen könnte?

Gute Frage – ich hielt innen, lächelte:

Wenn die Götter beschlössen, dass ich gehen müsse, ginge ich reich, eines Königs gleich. Früh beschenkt durch einen großherzigen, integren Großvater und später vom Schicksal privilegiert, durch die magische Liebesbeziehung mit Dir.

Tja, lange her, alles vergangen. Alles „nur“ Erinnerung. Allerdings, höchst wirksam in der Motivation. Du erinnerst Dich: eines Tages stand ich in der Bank vor Dir – aufrecht!

thanks4help

PS: Gestärkt aus der flammenden Erfahrung mit Dir, erinnert in „ewiger“ Liebe.

Autor_tj.PHOENIX

Autor_tj.PHOENIX

Botschafter für Inklusion | arts4PR-Mentor bei Hauptverband der Dt. Bauindustrie
Unternehmerblut fließt in den Adern, ein wildes Künstlerherz schlägt in der Brust. Wenngleich seine Kräfte zu gering sind (GdB 100), um loszustürmen und in der Arktis unermüdlich süsse Robbenbabies zu retten, agiert er überaus lebensbejahend: so teilt er das Handicap vieler von Geburt mit Behinderung lebender Menschen. Ebenso kennt er das Schicksal schwerster Unfälle und Krisen, u. a. durch eine höchst lebensbedrohende Krebserkrankung, die ihn 2010 traf.

2011 - beim NeuStart ins Leben kündigte er an: “In einem Jahr trete ich an, bei den Dt. Meisterschaften der Golfer mit Behinderung". Der Blog erzählt Ihnen von seinem Wiederauferstehen, wie ein PHOENIX aus dem Feuer...
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