Was einen stark macht

Danke, OA Dr. med. Harun Badakhshi

Krebs im Halsbereich – wenn dort eine Strahlen- / Chemotherapie ansteht, stürzt eine gewaltige Lawine an standardisierten Vorbereitungen auf Patienten ein. Jetzt braucht es Menschen die einen stärken.

Vor der eigentlichen Behandlungsserie können diverse Operationen notwendig werden, zur Absicherung der Therapie sowie des erhofften Erfolges. Denn, die meisten Erkrankten sind erfahrungsgemäß nach 10-12 Bestrahlungen so “verbrannt”, dass sie dann nicht mehr schlucken können. Sie brechen die Nahrungsaufnahme ab, werden schnell noch schwächer. Eine risikoreiche Situation in der Therapie von oft bis zu 30 Bestrahlungen, auch für den Arzt bzw. die Klinik.

Ich wurde u. a. in der Charité, Berlin-Wedding behandelt. Hier empfahl man die Schritte I., III. (dental gute Substanz) und IV. nachdrücklich. Mein Entschluss war allerdings: „nur“ I. und III.

  1. Port unterhalb des Schlüsselbeins legen (OP),
  2. Zähne ziehen, defekte (bei grösseren Problemen = OP),
  3. Zähne sanieren, wenn das Zeitfenster und das private Budget passen,
  4. Magensonde einsetzen, durch die Bauchdecke, für die zu erwartende mehrwöchige künstliche Ernährung (OP),
  5. Ventil in der Nähe Kehlkopf einsetzen, ggf. zur längerfristigen Notbeatmung (OP).

Dr. BADAKHSHI, Sie wissen ich lehnte die Magensonde (IV.) ab, um meine Kräfte und Nerven zu schützen sowie mit der inneren Haltung, dem Willen, bis zum Schluss essen zu können.

Zuversichtliches Mitgehen
Es gab eine große Entsetzen unter Ihren Kollegen. Sie waren “der Arzt”, der sich meines Aufbäumens gegen diese zusätzliche Operation aufmerksam annahm, mir in die Augen schaute, meine Entscheidung mittrug und beherzt meinte:

“Er schafft das, gegebenenfalls helfen wir ihm mit Morphium-Pflastern, damit Hr. Jandke bis zum Schluss selber speisen kann”.

Zum Therapieende wurde es hart: höllische Schmerzen, übelste Übelkeit und alles, selbst reines Wasser, schmeckte durch die Chemo nur noch nach Seife. Ich brauchte die kleinen „Superpflaster“, die es in der Apotheke nur auf Bestellung und nur gegen Vorlage des Ausweises gibt.

Letztlich habe ich, mit der tollen Hilfe Ihres, dann gesamten Teams durchgehalten. Sicherlich, eine ungewöhnlicher Weg (coping strategy) mit einer Krebs-Krise umzugehen.

“Wenn jemand wie Sie, der an einen bekräftigend glaubt, einem zur Seite steht, wird man doppelt so stark!

thanks4help

Autor_tj.PHOENIX

Autor_tj.PHOENIX

Botschafter für Inklusion | arts4PR-Mentor bei Hauptverband der Dt. Bauindustrie
Unternehmerblut fließt in den Adern, ein wildes Künstlerherz schlägt in der Brust. Wenngleich seine Kräfte zu gering sind (GdB 100), um loszustürmen und in der Arktis unermüdlich süsse Robbenbabies zu retten, agiert er überaus lebensbejahend: so teilt er das Handicap vieler von Geburt mit Behinderung lebender Menschen. Ebenso kennt er das Schicksal schwerster Unfälle und Krisen, u. a. durch eine höchst lebensbedrohende Krebserkrankung, die ihn 2010 traf.

2011 - beim NeuStart ins Leben kündigte er an: “In einem Jahr trete ich an, bei den Dt. Meisterschaften der Golfer mit Behinderung". Der Blog erzählt Ihnen von seinem Wiederauferstehen, wie ein PHOENIX aus dem Feuer...
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