Jetzt strahlt ER wieder

Danke, PD Dr. med. Ulrike Höller

Strahlentherapie im Kopfbereich ist brutal! Für ängstliche Patienten ist sicheres und fürsorgliches Geleit höchst wichtig.

Mit einer eigens für den Kopf aus Kunststoff geformten, eng passenden Maske auf einen Gerätetisch bis zur Bewegungsunfähigkeit festgeklemmt zu sein, damit eine Maschine lasergesteuert um einen herumfahren und millimetergenau „beschießen“ kann, dabei

  • Ernährungssonde durch die Nase,
  • Chemo-Port in der Brust und
  • dicken Zungenspatel sowie
  • Zahnschutz im Mund,

bedarf bärenstarker Nerven, um sämtliche Fluchtreflexe bzw. Brechreize unterdrücken zu können.

30 Sitzungen lang, 30 harte Tage lang

Bei vollem Bewusstsein zu spüren, wie es einen, Bestrahlung für Bestrahlung, innerlich und äußerlich immer mehr verbrennt, Schmerzen sowie Übelkeit stärker werden, gleichzeitig die Kräfte zusehends schwinden, lässt Angst, Panik auftreten und bringt mitunter manch nächtliche Alpträume hervor. Ich sag es ganz offen:

Es war die brutalste Zeit die ich je erleben musste…

Frau Dr. Höller, um so wichtiger, dass Sie als erfahrene Ärztin und Leiterin dieser Charité Hightec-Abteilung, früh, bereits im Vorgespräch, meine durch Lebenskrisen sehr angeschlagene Gemütssituation erkannten und mir folglich eine besonders feine, geduldige Ansprache sowie ärztliche Empathie entgegenbrachten. Stets durfte ich Ihren sachlich aufklärenden Rat erfragen, der gleichwohl meine persönlichen Befindlichkeiten berücksichtigte, beispielsweise beim kontroversen Thema Komplementärmedizin mit Selen, zur Stärkung des Immunsystems vs. Bestrahlungsstrategie (Schulmedizin). Oder, dem Thema Chemo und deren Timing. Auch formale Hilfe erhielt ich, durch Ihre souveränen Begründungen gegenüber der Krankenkasse (Abrechnungsvorbehalt von Zahnschutz…).

Obwohl mit den Folgen der Therapie körperlich arg kämpfend, blieb ich tapfer ertragend, mental stabil – außer an einem Tag, an dem hing ich seelisch durch, brach plötzlich deutlich ein. Kollegin Dr. Sreenivasas, von Ihnen für die Zeit Ihres Urlaubes auf mich zuvor „extra“ sensibilisiert, war sofort adäquat präsent:

„Na Herr Jandke, heute erst reden, bevor wir beginnen?“

45 psychoonkologische Minuten später konnten wir weiterarbeiten.

In aller Verletzlichkeit bzw. Schwäche angesichts der extremen Strahlen aus computergeführten Robotern, von Ihnen und Ihrem Team fühlte ich mich in höchstem Maße als Mensch angenommen und vertrauensvoll beschützt, um diese Tortur – in Richtung Heilung – zu bewältigen.

thanks4help

Autor_tj.PHOENIX

Autor_tj.PHOENIX

Botschafter für Inklusion | arts4PR-Mentor bei Hauptverband der Dt. Bauindustrie
Unternehmerblut fließt in den Adern, ein wildes Künstlerherz schlägt in der Brust. Wenngleich seine Kräfte zu gering sind (GdB 100), um loszustürmen und in der Arktis unermüdlich süsse Robbenbabies zu retten, agiert er überaus lebensbejahend: so teilt er das Handicap vieler von Geburt mit Behinderung lebender Menschen. Ebenso kennt er das Schicksal schwerster Unfälle und Krisen, u. a. durch eine höchst lebensbedrohende Krebserkrankung, die ihn 2010 traf.

2011 - beim NeuStart ins Leben kündigte er an: “In einem Jahr trete ich an, bei den Dt. Meisterschaften der Golfer mit Behinderung". Der Blog erzählt Ihnen von seinem Wiederauferstehen, wie ein PHOENIX aus dem Feuer...
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