Golf PRO am „Motzen“

Der PREMIUM Caddie berichtet:

PGA Professional Tim Raisner bei Berliner Golfmeisterschaft ’13, in Motzen.

Nur wenige Golflehrer wagen die Teilnahme an offiziellen Meisterschaften. Zu groß das Risiko stehend unterzugehen, denn es fehlt oft die eigene Matchplay-Praxis, vor lauter Unterrichtsstunden auf der Driving Range.

17./18. Aug. – Mein PRO Tim, vom Golfclub Gatow, hatte am Wochenende den Mut.

Mein Respekt!

Und ich auf Schritt und Tritt mit dabei, als Caddie, an der Seite vom eigenen Trainer.

PREMIUM Caddie Tom

Noch klappert meine frisch gebrochene Rippe locker im Brustkorb. Sicherheitshalber wurde aus dem traditionellen Tasche-tragen ein Trolly-schieben. Aber sonst, alles was ein golfstrategisch beratender Knecht so mit „seinem“ Spieler treibt: Morgens, dessen verspannte Muskulatur lockern und kleine Blockaden wegzaubern. Dazu den Sportler demonstrativ auf’s schöne kurze Putting Green legen, so dass alle Mitspieler und Fans auch was von der kleinen Show haben. Schläger plus Material checken ggf. reinigen etc. pp. Beim Einspielen genau erspüren wie die Tagesform ist, auch die mentale…

Den Spieler lesen

Mein eigens entwickeltes Self-Coaching brachte ich in früheren Jahren immer wieder auch sportlich, für andere ein: zuletzt während der intensiven Begleitung Deutschlands bestem blinden Golfer, als Trainingspartner und Caddie von Bernd Walsch. Hier war, neben dem persönlichen Schutz eines behinderten Menschen, vorwiegend dessen genauestes Ausrichten auf die Zielzonen sowie das Linie-lesen beim Putten, ein erheblicher, wenn nicht sogar der (vor)entscheidene Punkt. Manch guter Schlag gelang, auch mit Tim, so gemeinsam.

Besser, wenn’s besser schmeckt

Was aber machen, wenn es mal nicht wie geplant und trotz feinem Miteinander läuft? Wenn zwei, drei Fehler hintereinander die mentale Stabilität „deines“ Golfers erschüttern? Dann muss der Caddie als Psychologe ran: Ich hatte zwar die konditionelle Leistung mit regelmäßigen Energy-Trinkphasen gestützt, aber nach einem 4-Putt an Loch 8 half nur ein improvisierter, kleiner seelischer Kniff. Im Halfway House wurde blitzschnell das eigene, fade isotonische Sportgetränk gegen ein besseres, eiskaltes, leckeres, alkoholfreies(!) Bier ausgetauscht (ebenfalls super isotonisch geeignet), was spontan zur Unterbrechung des Frust-Musters führte und den angespannten, mental nachhängenden Focus hervorragend auflockerte.

Ein innerlich aufkeimendes „Motzen“ switchten wir mal eben in ein: Spielfreude erinnern – jetzt – hier auf diesem Golfplatz in Motzen!

Und unter uns und ganz uneitel, in eigener Sache: da blitzte sie kurz auf, meine Motivationskunst, die des krisenerprobten Performance Specialisten, die ihn selbst wiederauferstehen ließ!

Die zweiten Neun liefen dann wieder richtig gut.

Ein toller Tag mit Dir und mutiger Sportsgeist von Dir, Tim!

thanks4help

Autor_tj.PHOENIX

Autor_tj.PHOENIX

Botschafter für Inklusion | arts4PR-Mentor bei Hauptverband der Dt. Bauindustrie
Unternehmerblut fließt in den Adern, ein wildes Künstlerherz schlägt in der Brust. Wenngleich seine Kräfte zu gering sind (GdB 100), um loszustürmen und in der Arktis unermüdlich süsse Robbenbabies zu retten, agiert er überaus lebensbejahend: so teilt er das Handicap vieler von Geburt mit Behinderung lebender Menschen. Ebenso kennt er das Schicksal schwerster Unfälle und Krisen, u. a. durch eine höchst lebensbedrohende Krebserkrankung, die ihn 2010 traf.

2011 - beim NeuStart ins Leben kündigte er an: “In einem Jahr trete ich an, bei den Dt. Meisterschaften der Golfer mit Behinderung". Der Blog erzählt Ihnen von seinem Wiederauferstehen, wie ein PHOENIX aus dem Feuer...
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