Friendly Fire

Bundeswehr Golfturnier

Berlin – Top DM-Vorbereitung: das Golfturnier um den Wanderpreis des stellvertretenden Generalinspekteurs der Bundeswehr.

Das Militär rückte in voller Truppenstärke an, zum traditionellen Weiße-Bälle-Verschießen, im Berliner Golf Club Gatow. Diese Jahr sogar mit der eigenen Nationalmannschaft. Damit war klar, diesmal wird noch schärfer „geschossen“, selbst verständlich ganz friedlich, allerdings eben sehr präzise.

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Es waren wunderschöne Trophäen zu „erobern“ – Quelle: © Fotoagentur Engler

Aus meiner letztjährigen Teilnahme hatten sich sportliche Freundschaften entwickelt. So wurde ich erneut sehr willkommen geheißen. Aber es kam auch unfreundlich, und zwar so richtige dicke. Vom Wetter. Zeitweilig goss es wie aus Eimern. Wir alle dachten: wo sind unsere Amphibienfahrzeuge?

Gut, wer Kampftaucher…

Großes Gelächter an TEE1. Alle Soldaten, Offiziere, Generäle und Gatower Gäste in lockerem Sommer-Outfit. Der Einzige in Schutzhose – tj.PHOENIX. Seine radargestützte Feindaufklärung war einfach besser. So blitzschnell der stürmische Regenangriff kam, so schnell war er wieder hinter den Wetterfrontlinien verschwunden, bis er erneut mehrfach aus dem Hinterhalt zuschlug. Gut, wer wasserdicht eingepackt war, Schwimmärmchen trug und kampferprobte Rettungstaucher persönlich kannte. Ich hielt also meine Ball-Munition, neuen MIZUNO-Schwerter und meinen „schwerbehinderten“ Arsch vorsorglich trocken. Das hatte am ersten Tag in der Tat mehr mit Manöver zu tun, als mit Golf.

Tag 2: dafür, als ob nix gewesen wäre. GC Gatow zeigte sich von seiner Sonnenseite und wir unser Können. Insbesondere das Nationalteam führte so richtig vor, was es drauf hatte.

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Bundeswehr Nationalteam – © Fotoagentur Engler

Auch ich gab alles und zeigte moderne, bodennahe Grundwehrübungen in fast vollendeter Ausführung.

Man könnte meinen, den eleganten „Tiefflug“ hätte der, Weiterlesen

Inklusion baut auf

Kampange mit: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und Saint-Gobain

Wann nützt Inklusion? Wenn viel darüber geredet wird oder wenn sie möglichst pragmatisch Anwendung findet? Ganz klar, Machen ist angesagt!

8. Juli / Berlin – Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. und die partnerschaftlich verbundene Unternehmensgruppe Saint-Gobain Building Distribution haben mit mir heute vereinbart, den Slogan “Inklusion baut auf” im Rahmen der Deutschen Meisterschaften der Golfer /-innen mit Behinderung 2014 durch mich öffentlich zu präsentieren. Und, sie bieten mir die Möglichkeit an dem Turnier teilzuhaben.

Am TEE1 - Quelle: picture-e.de

Fotomodell oder behinderter Sportler? Start der Kampagne INLUSION BAUT AUF an Tee 1 – Quelle: picture-e.de

Es ist vielleicht kein Zufall, dass sich vor wenigen Wochen unsere Wege kreuzten: der von Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und der meiner Person, dessen Biografie sowohl die Umstände eines von Geburt mit Behinderung Lebenden und ebenso auch die aus dem plötzlichen Schicksal schwerster Unfälle bzw. Krisen (Krebs) erfahrungsreich, authentisch erzählt.

Inklusion baut auf

Inklusion: viel, auch viel Unsinniges, wird z. Zt. zum Thema geschwätzt. Selbst namenhafte Institutionen, insbesondere sozialpädagogische wissen in der Tat oft nicht mal selbst was Inklusion (Teilhabe) wirklich ist. Ihre Modelle sind häufig schlicht falsch, besonders wenn Inklusion mit Integration verwechselt oder gleichgesetzt wird. Dies hier wird kein Fachvortrag, recherchieren Sie also bitte selbst was gesellschaftliche Teilhabe genau bedeutet und wie sie letztlich eben auch gerade den äußeren Rahmen einer Gesellschaft mit beeinflusst. Nur soviel: das vielfach zu hörende Gelaber erinnert an die Jungfrau die einem unablässig etwas über echten Sex erklärt. Unglaubwürdig. Oder die Frischlinge aus den Consulting-Buden, die nie selbständig verantwortlich ein Unternehmen und eigene Mitarbeiter führten, mit auf Theorien geprüften Master grad von der Uni kommen und nun selbstherrlich Firmen- & Personalmanagement beraten.

Bauindustrie: Branche der Macher

Inklusion braucht vorrangig lebende, reale Wege. Vorzugsweise im mehrfachen Sinne:

Inklusion baut auf – auf Menschen, Ideen und Projekte.
Inklusion baut auf – sie, “die” Menschen, Ideen und Projekte.
Inklusion baut auf – Barrierefreiheit.

Wir trafen uns, ja auch wir redeten. Allerdings Weiterlesen

mizaru, kikazaru, iwazaru – Inklu… was?

Inklusionssport Golf auch für Menschen mit Behinderung

„Nichts sehen, nichts reden, nichts hören“ – und doch Inklusion leben!

…frei übersetzt nach Konfuzius.

Die Inklusionsaktivisten, Bernd Walsch und der Wiederauferstandene tj.PHOENIX, toben z. Zt. leicht übermütig und lebensfroh über die Berliner Golfplätze und trainieren gemeinsam für die Deutsche Meisterschaften der Golfer / -innen mit Behinderung.

Beide haben sich zusammengetan und Routinen entwickelt, um von einander zu lernen, gemeinsam zu profitieren und Golf als Inklusionssport positiv weiter anzuschieben.

Ist das Inklusion?

Der Eine, gewerblich reger Industrievertreter, durch einen simplen Zeckenbiss urplötzlich sehr gehandicapt, damit notgedrungen auf externe Spielhelfer angewiesen, wurde, gestützt durch diese, zu Deutschlands besten blinden Golfer. Der Zweite, kreativer aber erwerbsgeminderter Rentner, gibt hier nun im ehrenamtlichen Rahmen den sicher führenden Coach bzw. Caddie für Erstgenannten, obgleich bekanntlich selbst schwerbehindert (GdB 100). Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, auch in der Gedankenwelt der Inklusionsbefürworter…

Ich also, Weiterlesen