Gegroundet!

Danke, AME Dr. med. Thorsten Onno Bender

Safety first: Piloten werden bei ernster Krebserkrankung „gegroundet“ – sofort, ganz offiziell, international!

In der Tat – hart auf dem Boden gelandet war ich gerade. Man könnte sogar von bösem Absturz mit brutaler Bruchlandung und Schock sprechen.

Dr. BENDER, Sie erteilten mir flugmedizinisch ein Startverbot. Selbstverständlich, Ihr NEIN wird von mir sachlich und fachlich voll akzeptiert. Denn, unter uns Fliegern gilt: Sicherheit geht vor!

Medical = Motivation
Um so mehr ist es (m)eine motivierende Herausforderung, diesen strengen Anforderungen irgendwann wieder zu entsprechen. Da ich mich von Anfang an und bis heute in der Kompetenz der Charité befinde, waren inzwischen, auch tiefergehendere – insbesondere neurologisch geforderte – Checks unmittelbar vor Ort möglich. Solange, bis ich wieder fit bin, bis in Ihrem Medical

TAUGLICHKEIT bestätigt

steht, golfe ich erstmal bodennah, trainiere fleißig für die

Deutsche Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung, 2012

und schau ganz gelassen, nur ab und zu, am blauen Himmel den Jets nach…

Und wenn es mit dem Fliegen nicht klappt? Bereits jetzt bin ich froh, dass Sie durch gründliche Untersuchungen gleichfalls meinen Weg in Richtung Heilung sicherten.

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tj.phoenix

Was einen stark macht

Danke, OA Dr. med. Harun Badakhshi

Krebs im Halsbereich – wenn dort eine Strahlen- / Chemotherapie ansteht, stürzt eine gewaltige Lawine an standardisierten Vorbereitungen auf Patienten ein. Jetzt braucht es Menschen die einen stärken.

Vor der eigentlichen Behandlungsserie können diverse Operationen notwendig werden, zur Absicherung der Therapie sowie des erhofften Erfolges. Denn, die meisten Erkrankten sind erfahrungsgemäß nach 10-12 Bestrahlungen so “verbrannt”, dass sie dann nicht mehr schlucken können. Sie brechen die Nahrungsaufnahme ab, werden schnell noch schwächer. Eine risikoreiche Situation in der Weiterlesen

Tipp: Teufelsaustreibung

Danke, Dipl.-Psych. Ute Goerling

Bestrahlungen und Chemozyklen setzten Patienten häufig auch unterbewust zu. Beispielsweise fängt das Unterbewusstsein an, körperliche Abwehrreaktion kurz vor einem Behandlungstermin auszulösen, ein sogenannter psychosomatischer, negativer Trigger. Aber: Es lassen sich mentale Kniffe (Priming) trainieren…

Nach 5 von 30 Bestrahlungen zeigten sich deutliche Gewebezerstörungen im und am Hals. Parallel „lernte“ mein Unterbewustsein: diese unsichtbaren Energiebeschüsse sind zerstörerisch, sind nicht nur für den Krebs lebensgefährlich. Nicht ohne Grund liegen diese lasergesteuerten Apparate der „Lebensverlängerung“ stets hinter mächtig dicken Mauern. Mein Seelchen reagierte jedenfalls bereits auf dem Weg dorthin mit heftigen Schüben von Übelkeit. Gefühle der Panik überschwemmten mich und mein Gehirn. Alle Gedanken kreisten nur noch darum und blockierten vor allem die kreativen Potentiale. Die wichtigste Frage für mich war:

Wie läßt sich dieser Trigger ins positive drehen und zur Stabilisierung in meiner Behandlungsserie nutzen?

Als EX-Leistungssportler kannte ich, dass es auch anders herum geht, dass man mentale Muster automatisch auslösen lassen kann, die einen positiv auf den Punkt unterstützen. Wie damals bei meinen Motorradrennen im Rahmen der WM-Termine, dachte ich an ein hochwirksames Priming, dass mich mental stabilisiert.

Priming nutzen

Frau Goerling, Sie helfen als Psychologin den Patienten der Charité, während deren Krebstherapien. Ich suchte Sie spontan auf und bat um die Installation einer „guten“ Triggertechnik. Denn, bei mir fing es plötzlich an, schon, wenn ich nur die Treppen hinunter ging, in den Keller in dem die „Höllen“-Strahlenmaschine stand, die mir mein Leben retten sollte. Brechreiz stieg unwillkürlich auf, ich würgte, es steigerte sich – ein fataler Trigger.

Kotz-Teufel austreiben

Sie waren sofort auf meiner Seite. Kurze Klärung der Zielsetzung, dann – von Ihnen dezent sprachlich geführt – symbolisierte ich mein Gefühl, intuitiv als:

„Teufel“, der mich kotzen lässt.

Mit Ihrer Anleitung visualisierte ich den „Kotz-Teufel“ nun genau, verkleinerte ihn auf Zwergengröße und schickte diesen dann „zum Warten“ draußen vor die Tür. Draußen, vor der tatsächlichen Bestrahlungs-Station wurde ein vorhandenes, markantes bauliches Merkmal wiederum als optischer Auslöser genutzt, welches mich beim Besuch stets erinnern würde, sofort innerlich einen schönen Duft (für mich der Geruch von Holz) anzuknipsen. So, als ob mich eine nette Douglas-Verkäuferin mit meinem Lieblings-Parfum besprühen würde. Diesen feinen Geruch intensivierte ich mit jeder Stufe in die Tiefe, bis zum Maximum auf dem Tisch der Strahlenmaschine.

Unser kleiner Trick war wirkungsvoll. Er gab mir Kraft gab, so dass ich die restliche Bestrahlungsserie frei von schweren Attacken durchstand. Genial! Und gut zu wissen:

Der Teufel mag kein Holz!

Sicherlich ein psychologischer Geheimtipp, geeignet für die Coping Strategien auch anderer Patienten…

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