RA med. Beistand

Danke, Fachanwältin Nadia Schwirtzek

Uns überraschte die Ablehnung der durch meine Ärzte empfohlenen und für mich beantragten 2. REHA.

Es entzieht sich der Sinnhaftigkeit, weshalb manch durchaus gesunde „Bundesbeamten“ ihre 6. oder 7. Kur genehmigt bekommen und ein offensichtlich schwerst erkrankter, durch mehrfache Behinderungen (GdB = 100) körperlich stark traumatisierter Mensch, der sich mit eigener Kraft in Richtung Heilung bemüht, mal eben eine lapidare Ablehnung kassieren muss ?!

Medizin-rechtlicher Rat
Ein weiteres, seelisches Trauma – direkt vom staatlichen Rententräger – macht einem die Situation sicherlich nicht „heiler“ oder leichter verständlich. Man könnte auf die fixe Idee kommen, dass hier vielleicht ein privilegierter Status hilft?

…Wenn „ja“, welcher?

Zumal, die zur Einsicht beantragte Akte zwischenzeitlich ca. 500 Seiten umfasst, voll mit klar dokumentierten Befunden sowie detaillierten Unfall- bzw. Krebs-Therapieberichten.

Mein bzw. unser Trost bleibt natürlich die tatsächlich positive, schrittchenweise Heilungsentwicklung. Auch sind wir uns einig, den formalen medizinischen Weg, nun mit einer „optimierten“ Strategie nach eingehender Rechtsberatung, erneut zu begleiten – dem Fachgebiet Ihrer Kanzlei!

Abgesehen aller emotionalen Betroffenheit – wie komplex sich die Gesetzeslage und Patientenrechte lesen, wie taktisch richtig die diversen Antragsverfahren der ineinander verflochtenen Behörden etc. zu stellen sind, welche Schwierigkeiten sich daraus fast zwangsläufig ergeben, führ(t)en Sie ehrenamtlich in juristischen Vorträgen für die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (Berlin) aus. So bekam ich von Ihnen ganz pragmatisch und direkt, fachliches Beratungs Know How, um den doch eheblichen formalen Stress konsequent zu reduzieren…

thanks4help

Rising like a PHOENIX

Mein Leitgedanke

Willkommen – Der Blog erzählt von einem zielbewussten Wiederauferstehen: wie ein PHOENIX aus dem “Feuer der Krebshölle”, empor in ein neues, freies Leben, hinauf zur Deutschen Meisterschaft im Golf.

Mit diesem fabelhaften Sinnbild stellen Sie sich bitte einmal kurz vor, dass auch Ihnen Ihr Weg der Heilung gleichfalls glückt. Gerne weniger dramatisch, dafür ebenso:

  • wundersam, in den dynamischen Fortschritten,
  • extravagant, durch das klare Ankündigen sowie Erreichen von Zielen, selbst bei schlechtester Ausgangslage oder neuen Rückschlägen und
  • aussergewöhnlich, im Zusammenwirken vieler gütiger, sehr wacher Seelen.

Betroffene in ähnlich kritischer Situation finden auf thanks4help zahlreiche Beispiele kraftvoller Ermutigung und sie gewinnen werte Erkenntnisse zu der Wesensnatur dieses GELINGENS!

tj.PHOENIX, GdB 100 – Autor

Ich selbst teile das Handicap vieler von Geburt mit Behinderung(en) lebender Menschen. Ebenso kenne ich die körperlich-seelischen Belastungen aus dem Schicksal schwerster Unfälle und Krisen, u. a. durch eine höchst lebensbedrohende Krebserkrankung die mich im Sommer 2010 traf.

Nach dem Motto „Project PHOENIX“, setzte ich schrittweise zum Neustart an. Ab Mitte 2011 konkret mit einem attraktiven Ziel: Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Golfer/-innen mit Behinderung 2012. Am 11./12. Aug. 2012 trat ich dort an – Dank der beherzten Unterstützung wohlwollender Menschen, eigenem Willen und auch viel Fortune.

Ausgangslage: Wiederauferstehen oder…

Die Diagnose war sehr kritisch, sie traf völlig unerwartet: Tonsillenkarzinom. Schnell wachsend, folglich lebensverkürzend!

Zunächst standen schwierige, operative Rettungs- und harte Behandlungsmaßnahmen im Fokus. Unter heftigsten Nebenwirkungen therapiert sowie den Tod schon mal bewusst gegrüßt, war am energetischen Tiefpunkt zu konstatieren: Das Essen eines kleinen Yoghurts benötigte eine volle, schmerzvolle Stunde. Künstliche Ernährung, intersive Pflege und pragmatische Lebenshilfen – liebevoll, geduldig wurde allseits zur ersten Besserung beigetragen. Oder, um es drastisch auszudrücken:

Mein Team rettete mir meinen (kleinen) traumatisierten Arsch bzw. trat mir gegebenenfalls, selten, dann aber nur ganz vorsichtig, in selbigen.

Danach förderten REHA, tägliche Trainings sowie ambitioniertes Golfen kontinuierlich den Aufbau neuer körperlicher und mentaler Qualitäten.

Die “echten”, die schmerzhaften Handicaps

Nüchtern läßt sich feststellen: In meinem jungen Leben sammelte sich einiges zusammen. Faktenlage von Kopf bis Fuß, Diagnosen auszugsweise:

  1. Krebs / Tonsillenkarzinom
    Tumorentfernung im Hals sowie
    Neckdissektion (Entfernung der Lymphknotenkette von außen).
    Postoperativ adjuvante simultane Radio- / Chemotherapie
    5x OPs
    30x Bestrahlungen
    2x Chemozyklen
  2. div. Bandscheibenvorfälle: HWS-Schmerzsyndrom C6 / C7
    (Zervikobrachialsyndrom), chronische Nervenwurzelentzündung
  3. 5x OPs Schulter li.
    (Frakturen, inkl. Plattenverbindung, Spongiosa aus der Hüfte – Arthroskopie)
  4. 5x Frakturen Rippen li. + Lungenriss
    Asthma Bronchiale
    1x Fraktur Rippe re. in 2013
  5. 2x Frakturen Wirbelsäule (Deckenbruch) BWK 3 und 4
  6. angeborene Syndaktylie “verkrüppelte” Hand li., mit geminderter Greiffunktion, teilweiser Beugekontraktur der Finger, verkürztem, schwächeren Arm li.
    
6x OPs inkl. Hauttransplantationen
  7. Leistenbruch re.

Da stellt sich die Frage: Ob überhaupt noch was funktioniert?

Ja, doch! Meinen Mund kann ich nun wieder, Dank heilender Seelen, deren heilenden Hände und nach intensivem Üben – für ein herrlich breites Lachen – von einem bis zum anderen Ohr “verziehen”.

REHA – Inklusionssport – Golf als Therapie

Unterstützung der Heilung? Der sozial-sportliche Weg der Rehabilitation über’s Golfen in therapeutischer Dosis ist ungewöhnlich. Für mich hat sich dieser allerdings bestens bewährt. Denn gerade Golf fördert wunderbar die Bereiche Inklusion sowie Persönlichkeitsentwicklung, weshalb Golf in Form einer “Golftherapie” und als Behinderten- bzw. Inklusionssport bestens geeignet ist! Wiedererwartend konnte ich mein Testament zerreißen und an allen Handicaps arbeiten: den gesundheitlichen Problemfeldern sowie dem Golf HCP.

Unter ärztlicher Führung und Kontrolle wurden, Schrittchen für Schrittchen, beispielsweise die Belastungsgrenzen für Wirbelsäule und Bandscheiben immer weiter herausgeschoben. Auch zwischenzeitliche Rückschritte ware zu bewältigen.

Self-Coaching: In eigener Sache

Auf dieser hoffnungsvollen Basis galt es die nächsten Steigerungen anzustreben, ab 2013 darüber hinaus auch das Wiederauferstehen im wirtschaftlichen Sinne, gleichfalls das der weiteren Lebensfelder. Bekanntlich war ich seit dem 19-ten Lebensjahr stets freischaffend unternehmerisch tätig, bei allen Privilegien, allerdings ebenso allen damit einhergehenden Risiken. Die letzten 2 Jahre, zusätzlich die lange, schwere Erkrankung vor der eigentlichen Krebsdiagnose, stellten einen erheblichen Einbruch dar, mit diversen Kettenreaktionen…

Wertvoller Spirit

Zwischenzeitlich liegt der Grad der Behinderung bei 100. Eine Zahl die einiges aussagt und doch nicht wirklich vermittelt, dass das neue Leben morgens mit Schmerzen erwacht, selbst an guten Tagen. Die verfügbaren Kräfte sind daher deutlich schwächer als früher. Und doch:

Meine kreativen Talente sind stärker zurück, denn je!

Auch die geschäftlichen. Was diesem Glück sehr entgegenkommt sind: 30 Jahre Selbstständigkeit, sowohl professionell wie auch ehrenamtlich für Unternehmen, staatliche Verwaltungen, Verbände, Kirchen, Stiftungen sowie NGOs, schafften einen wertvollen Erfahrungsschatz, den der im Sternzeichen Entrepreneur geborene Freigeist, erneut erfolgreich zu monetarisieren verstehen sollte.

Möge mein ressourcenreicher Heilungsweg auch Anderen stimulierende Anregung sein, sich für ihren NeuStart gleichfalls selbst zu motivieren.

thanks4help – ist Euch gewidmet, dem Team an meiner Seite!

Im Blog resümiere ich den gelungenen und erforsche den noch kommenden Weg, nun Richtung disabled olympics. Insbesondere die erfolgreiche Bewältigungsstrategie (Coping Strategy) sowie meine Umsetzungskompetenzen / Willenskräfte (Volition) werden en détail offenbart: mal fachlich objektiv, mal humorvoll subjektiv, ggf. (selbst)kritisch, selten zornig, eher versöhnlich, meist freudvoll, mitunter frivol – letztlich dankbar.

thanks4help

REHA Golftherapie

Danke, Ina und Jens

In tiefen Krisen und bösen Zeiten hilft manchmal nur noch eines: Humor, möglichst “respektlos“, möglichst von echten, respektvollen Freunden.

INA, Du stehst als kesse, leicht vorlaute Familien-Chefin im Mittelpunkt von tollen Männern: Drei hast Du erfolgreich großgezogen (typisch Mutter), einen versuchst Du – zum Glück erfolglos – „kleinzukriegen“ (typisch Ehefrau) und den fünften, mich, knapp gescheiterten Kleinkünstler, hast Du immer großartig und fein behandelt (typisch Freundin)!

Jeder Leser merkt hier sofort: Wir alle vertragen uns gut miteinander, wir beide verstehen uns seit über 20 Jahren prächtig.

„Notfalls werden die Jungs in ein Zimmer umquartiert, Du kommst zu uns auf die Couch und wirst per Hand gefüttert“,

so Deine direkte Ansage, als ich, in der Zeit der künstlichen Ernährung zunächst rapide schwächer wurde und nicht erkennbar war, ob ich selbst in der Lage wäre mich zu stabilisieren. Ein herzliches Hilfsangebot, in der extrem kritischen Zeit, ein respektvolles Zeichen Eurer Aufmerksamkeit, Bereitschaft und Liebe…

Es gab zum Glück schnell Entwarnung und es zeigte sich, dass ich bald meine Koffer zur ärztlich verordneten  REHA packen konnte. Diesmal bot Dein Mann JENS seine Hilfe an, augenzwinkernd:

„Ich fahr Dich – natürlich standesgemäß – zur REHA-Klinik, ist doch Ehrensache“.

Ich witzelte darauf:

„Da Du mich mit Deinem super schicken neuen BMW so schön vorfährst, kanne ich ja einen Koffer mehr mitnehmen, mit edlen Sakkos für’s Kapitänsdinner und all die abendlichen Galas und selbstverständlich auch mein Golf Bag, um ein bisschen trainieren zu können…“

Golftherapie
Das mit dem Golf entwickelte sich dann vor Ort überraschend zum klasse Gag. Hier eine kleine verbale Kostprobe, mit Patienten (P) die mich (T) nachmittags, nach den vielen Anwendungen, im hauseigenen Park beim lockeren Training entdeckten. In etwa:

P: „Was machen Sie da, bitte?“
T: „Golf-Therapie.“
P: „Was bitte?“
T: „Meine Golf-Therapie! Haben Sie auch welche verordnet bekommen?“
P: „Nein.“
T: „Nein, Sie haben keine…? Darf ich Sie höfflich fragen, welche Krankenkasse Sie haben?“
P: „…xy…“
T: „Mmmh, ich verstehe, das wundert mich nicht… Aber reden Sie doch mal mit Ihrem Stationsarzt, DER kann sicher was für Sie regeln…“

Man gab das eine “tolle Stimmung“ in der Klinik! Kein Wunder, dass ich keine Verlängerung bekam. Wer, trotz 30 Bestrahlungen noch soviel Schabernack in sich trägt, gilt vermutlich als hoffnungslos austherapierter (Strahlungsun)fall – oder?

Herrlich respektlos!
INA, die schönste, schwärzeste Albernheit geht 2010 wohl allerdings neidlos auf Dein Konto. Wie Du, als ich noch schwach von der schweren OP, mit Nasensonde (Ernährungsschlauch) im hellblauem Krankenhaus-Hemd völlig wacklig vor Euch stand, trockener Mine meintest,

„…soeben ein sehr seltenes, sogenanntes Doppel-Rüsseltier entdeckt zu haben: oben baumelnder langer dünner Rüssel und unten baumelndes Rüsselchen.“

Deine auflockernde Art und Deine (Eure) dabei doch sehr achtsame, familiäre Zuwendung, im Moment wo es wirklich wichtig war, machten mir diese schwere Zeit sehr viel leichter. Welch wunderbar heilende Wirkung. Respekt große Freundin!

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tj.phoenix