Ziel 2012 erreicht!

Golf Saisonfinale: Deutsche Meisterschaft

Hamburg – Deutsche Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung, 2012.

11./12. Aug., das offiziell vom Deutschen Golf Verband DGV ausgerichtete Turnier wurde auf der wunderschönen Anlage vom Golf & Country Club Hamburg-Treudelberg gespielt. Auf die speziellen Sportler war das direkt vor Ort anliegende Hotel Steigenberger bestens  eingestellt.

Angestrebtes Ziel!

Meines Geschmacks nach eine sehr gute Wahl! Das Verbandsteam sorgte für einen würdigen Empfang, einen toll präparierten Platz, hatte alle Formalien gut im Griff. Auch all die kleinen oder großen Fragen fanden charmante Unterstützung durch die Funktionäre, so dass ich mich sehr wohl fühlte, somit meine Leistung voll abrufen konnte.

Fast genau zwei Jahre zuvor schien es schier undenkbar, jemals an einem solch schönen Event, in aller Vitalität, teilnehmen zu können. Denn, bei meiner Biografie „im Bag“, lies der energetische Tiefpunkt im Herbst 2010 daran kaum glauben…

Was für ein Weg, insbesondere da ich meine Teilnahme – als Ziel – im Rahmen der coping strategy bereits Mitte 2011 öffentlich angekündigte hatte. Die meisten Leute sprechen da zwar von Motivation. Richtiger ist, es hat aber zu tun mit: Umsetzungskräften (Volition). Aber egal. Ich trat jedenfalls als HDC-schwächster Golfer an, verbessert mich im Laufe des Turniers weiter und konnte viele deutlich spielstärke Teilnehmer mal eben überholen. Welch Spaß!

Ich war zwar nicht der sportliche Sieger, dennoch der „heimliche“ Lebensfreude-Gewinner.

Dieses Wiederauferstehen – wie ein PHOENIX – wurde fantastisch unterstützt durch mein tolles Team. Daher schätze ich: ich trete im August 2013 sicher erneut an. Täglich freue ich mich sehr darüber, sehr darauf…

thanks4help

PS: Zunehmend merke ich, dass sich meine Gedanken befassen, mit den: disabled olympics.

Mangels Masse

Danke, Camilla

Berlin / Hamburg – Stellt Euch vor: bester Fahrservice, direkt bis auf den Golfplatz, als charmantes Geschenk.

Zwar war ich in Topform. „Mangels Masse“ war allerdings wenige Tage vor dem großen Golfturnier noch völlig unklar, wie ich überhaupt zur Deutschen Meisterschaft nach Hamburg-Treudelberg komme.

Camilla, ich wußte, Du fährst sehr schön ruhig, hast einen tollen modernen Flitzer und bist häufig in nördlicher Richtung unterwegs. Aus meiner augenzwinkernden Bitte:

„Isch abbe gar keine Auto…, können wir vielleicht Deines nehmen?“,

wurde eine tolle Hinfahrt mit vielen Leckereien, geiler Musik und lieben Glücksbringer, so dass ich mich fühlte, als hätte ich die Meisterschaft bereits gewonnen!

Ein charmanter Start in die Turnierwoche.

thanks4help

Greenfee for free

Danke, Golfclub Pankow

Golfclub Pankow – Ich spielte dort gerne. Auf Grund meiner Krebserkrankung kam das überraschende Aus. Neustart durch spezielles Motivationsprogramm.

Frau Wagmüller (Geschäftsführerin), im Frühjahr 2011 erörterten wir in einem offenen Gespräch, wie mein Golfen auf der Anlage erneut starten könnte, nun im Sinne eines kleinen persönlichen „REHA“-Programms und unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich doch stark gesunkenen Möglichkeiten (körperliche Behinderungen, Rente etc. pp…).

Charmante Genesungswünsche

Kurzerhand schenkten Siemir eine 10er-Karte für den 9-Loch-Kurzplatz – eine feine, motivierende Geste!

Auf den ersten Runden hatte der „Gehandicapte“ konditionell dann tatsächlich noch sehr zu kämpfen. Step by Step lief es besser und ich entdeckte Golf PRO Richard Bligh. Er war gleichfalls hilfsbereit, trainierte mich ab da schritt(chen)weise aufbauend und wir heckten sogar das ambitionierte Ziel aus: Deutschen Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung 2012.

Der ultimative Turniertest

Monate später hatte ich mich erfreulich gesteigert. Zum Ende der Vorbereitung sollte nun ein golf-sportlicher Leistungstest her. Mitte Sommer 2012 fand zeitgleich gerade die Fußball-EM statt. In deren terminlichen Rahmen hatten Sie ein Greenfee-Special im Club-Programm (18-Loch golfen, 9-Loch bezahlen). Ich spielte diese straffe 10er-Serie komplett durch, wobei es sich Ende Juni aus dem EM-Plan ergab, an 4 Tagen hintereinander zur großen Nachmittags-Runde anzutreten – beinahe professional like!

Es waren nur wenige Golfer am TEE 1. Ich spielt meist allein, nur das extreme Wetter war ein echter Gegner. So wünschte ich mir

„schönes Spiel“,

bei schwülen Hitzephasen die mit Regen wechselten, teils so stark, dass nach 70-80 Metern der abgeschlagene Ball nicht mehr zu sehen, geschweige denn im Rough zu finden war. Sowie bei Sturmböen die meinen schweren Trolly gleich dreimal umfegten!

Diese Tage waren Hardcore Golftraining, zumal ich noch recht langsam war. Teils völlig durchgeweicht, völlig fertig, meist erst deutlich nach EM-Anpfiff traf ich zum Trocknen sowie zum gemeinsamen Jubeln wieder im Clubhaus ein. Aber, ich hatte jede Runde eisern, jeden Ball konzentriert zu Ende gespielt. Der geniale Nutzen aus dem willensstarken Durchhalten (Volition) sollte sich wenige Wochen später – während meines großen Turnieres – zeigen: wetterseitig gleichfalls chaotisch.

Bei Ihnen in Berlin Pankow legte ich die mentale und konditionelle Basis meiner Spielstärke. Ihre freundliche Einladung trug mit bei, zu neuen Lebenskräften und zur DM-Teilnahme!

thanks4help