Ferne Heimat

Danke, Golfclub Lilienthal

Golfclub Lilienthal – Der Club der sich schon früh für die praktisch gelebte Inklusion, dem gemeinsamen Spiel behinderter und nicht behinderter Golfer, verschrieben hat, lange bevor das Wort in Mode kam.

Interessant ist, dass der Großraum Berlin in Sachen INKLUSIONSSPORT GOLF vergleichsweise völlig hinterher hängt. Geredet wird hier darüber viel, insbesondere sozial-politisch. Aber: es gibt beispielsweise nicht einmal ein fachlich abgestimmtes Golf Training etc., obgleich Golfen – anerkanntermaßen – gesundheitlich ein sehr förderlicher Sport, speziell und gerade für behinderte Menschen ist.

So führt nun Ihr mein formales Handicap, charmant und offiziell in/aus der Ferne.

2012 trat ich unter Eurer Flagge an, zum großen Motivationsziel: Deutsche Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung in Hamburg-Treudelberg. Nach meiner sehr schweren Krebserkrankung sowie in Bezug zu meinen angeborenen Handicaps (GdB 100), war dies ein herausragender, mental wichtiger Meilenstein. Eine gelungene Wiederauferstehung, bestens gespielt auch mit tollen Flight-Partnern aus dem “fernen“ Lilienthal.

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tj.phoenix

Golf mit Behinderung aber ohne Tabus

Danke, Behinderten Golf Club Deutschland e.V.

Spieler der unterschiedlichsten Klassen trafen sich auf der Deutschen Meisterschaft der Golfer_innen mit Behinderung, 2012.

Über den besten blinden Golfer Deutschlands, Bernd Walsch, entstand der Kontakt zu Euch, dem BGC (Behinderten Golf Club Deutschland e.V.). Als neues Mitglied ging es nun dann gleich auch formal forsch in Richtung meines großen Zieles:

Deutschen Meisterschaft der Golfer_innen mit Behinderung, 2012.

Offiziell ausgerichtet vom Deutschen Golf Verband trafen wir Gehandicapten uns dort alle, im August, in Hamburg-Treudelberg, zum Spiel der Spiele. Nach brutaler Krankheit wieder im Leben und erstmals nun dabei: der GdB 100-Behinderte, Berliner, Rookie und HDC-„Schwächster“ tj.phoenix.

Ich trat an, in der Klasse ARM.

Ich wäre allerdings zu gerne angetreten, in den schwer umkämpften beiden Wertungskategorien „REICH bzw. SUPERREICH“…

Sowohl im Einführungstraining, wie auch im Wettbewerb spielten mit mir toll motivierte bzw. toll motivierende Sportler_innen. Beispielsweise die Golferin BIANCA. Sie spielte charmant sowie sehr klasse in der Klasse BEIN. Und sie wurde dabei begleitet durch ihren Mann, der, mit prächtig schwarzem, herrlich tabulosen Humor,

„…Du könntest ja mal deine Protese tauschen…“

sich bestens um unseren Flight kümmerte. Was haben wir auf dem Platz „gefightet“, was haben wir über seine trockenen Sprüche gelacht.

Beeindruckend welch sehr gute Golf-Cracks antraten. Bewundernswert deren Schläge, deren Golfspiel – großes Kompliment! Ich selbst konnte mein Handicap (HDC) während des Turniers 2x verbessern, einige Mitbewerber vom Ranking deutlich überholen und war, unter den Umständen der eigenen Biografie, damit mehr als glückselig.

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PS: Lebensfreude 2013 – sicherlich steh ich wieder in Bestform an den Abschlägen zur nächsten DM bereit…

Ziel ’10: Act of Zero

Danke, Dr. med. Petra Sandow

Für „meine“ Hausärztin entschied ich mich seinerzeit, da Naturheilverfahren, neben der Schulmedizin, zu ihrem Behandlungsansatz gehören.

Später, als ich schwer an Krebs (Tonsillenkarzinom) erkrankte, eröffneten Sie mir daher unmittelbar auch komplementäre Konzepte.

Frau Dr. SANDOW, während der kritischen Zeit kamen Sie mir stets sehr entgegen! Immer wieder griffen Sie kurzer Hand in Ihr Regal und deckten mich pragmatisch, jeweils entsprechend der Ergebnisse aus den Blutuntersuchungen, mit Mustern ein:

  • Selen,
  • Folsäure,
  • Magnesium,
  • Eisen,
  • B12-Ampullen,
  • Darmflora-Präparate etc…

Da die Krebs-Krise sowie meine angeborenen Behinderungen zu weitreichenden Folgen im gesamten Leben führten, glich Ihre Praxis dann auch noch häufig einer behördlichen Schreibstube, mit viel Geduld für meine vielen Fragen und die umfangreichen Anträge, zu:

  • REHA-Heilkur,
  • REHA-Sport,
  • Fahrdienste,
  • Behindertenausweis / Versorgungsamt,
  • Mehraufwand Spezialernährung,
  • Rente wg. Erwerbsminderung,
  • Stellungnahmen usw…

Sie hatten viel für mich zu (ver)schreiben. Hier zeigte sich Ihr großer Erfahrungsschatz aus dem außergewöhnlichen Engagement der langjährig praktizierenden Allgemeinmedizinerin und der auch formal gewandten Landessportärztin für den Behinderten Sportverband Brandenburg e.V.

Mein „MVZ“
In künstlerischer Freiheit darf ich benennen, was Sie mir – sehr geschätzt – in Ihrer Praxis bzw. mit Ihrem engagierten Praxis-Team persönlich entgegenbringen:

Mein  Medizinisches Versorgungs Zentrum.

Act of Zero!
Geht es auch andersrum? Erfreulicher Weise, ging auch dies. Ende 2010 setzte ich die durch zahlreiche OPs, Bestrahlungen und Chemos bedingten Schmerzmittel schrittweise bis auf 0 (in Worten: NULL). Anfang 2011 gab ich Ihnen demonstrativ und mit großer beidseitiger Freude, die restlichen Medikamente zur Entsorgung: Tilidin, Tramal, Novalgin Morphium-Pflaster, all dieses Zeugs, mit all den heftigen Nebenwirkungen.

Um dem schweren Fatique-Syndrom zu begegnen, begannen wir ein Programm zur Entgiftung sowie zum Wiederaufbau der stark angegriffenen Magen- und Darmflora.

Apropos Wiederaufbau: Mein Vorhaben

Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung, in 2012

traf Ihr Wohlwollen. Sie bestärkten mich sofort in meinem ambitionierten Ziel. Insbesondere, da der Sport bei meinen GdB 100:

„…sehr Behinderten-geeignet sei, gleichermaßen für den mentalen wie auch den körperlichen Aufbau.“

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tj.phoenix