mizaru, kikazaru, iwazaru – Inklu… was?

Inklusionssport Golf auch für Menschen mit Behinderung

„Nichts sehen, nichts reden, nichts hören“ – und doch Inklusion leben!

…frei übersetzt nach Konfuzius.

Die Inklusionsaktivisten, Bernd Walsch und der Wiederauferstandene tj.PHOENIX, toben z. Zt. leicht übermütig und lebensfroh über die Berliner Golfplätze und trainieren gemeinsam für die Deutsche Meisterschaften der Golfer / -innen mit Behinderung.

Beide haben sich zusammengetan und Routinen entwickelt, um von einander zu lernen, gemeinsam zu profitieren und Golf als Inklusionssport positiv weiter anzuschieben.

Ist das Inklusion?

Der Eine, gewerblich reger Industrievertreter, durch einen simplen Zeckenbiss urplötzlich sehr gehandicapt, damit notgedrungen auf externe Spielhelfer angewiesen, wurde, gestützt durch diese, zu Deutschlands besten blinden Golfer. Der Zweite, kreativer aber erwerbsgeminderter Rentner, gibt hier nun im ehrenamtlichen Rahmen den sicher führenden Coach bzw. Caddie für Erstgenannten, obgleich bekanntlich selbst schwerbehindert (GdB 100). Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, auch in der Gedankenwelt der Inklusionsbefürworter…

Ich also, Weiterlesen

Karriere-Knicke

Health and Golf Performance

…können Gutes bedeuten, gerade auch wenn diese stetig nach unten zeigen!

Platzreife 2007 – kurz danach war bekanntlich wegen „echter“ Handicaps auch gleich wieder Schluss mit Golf. Nach überstandener Hölle wollte ich vom HDC -54.0 runter und von meinen zeitweilig (nur) 56,9 kg, auf ein gesundes Kampfgewicht, wieder rauf.

Golf als Behindertensport und zur Rehabilitation?

Man traut’s diesem Sport im ersten Moment kaum zu, was sind also die wichtigsten positiven Fakten? Zunächst:

  • hochgradig gestresste, “geschockte” Nerven lassen sich durch mentale Fokusierung hervorragend beruhigen,
  • draussen, in der sinnlich wechselnden, erholsamen Natur,
  • Bewegungen im eigenen Rhythmus,
  • angemessene, schrittweise Zielsetzungen im persönlichen Rahmen sowie
  • spielerisch erlebbar, auch in den Grenzen eines schwerbehinderten Körpers,
  • dabei koordinativ / neurologisch gleichfalls stets höchst herausfordernd,
  • zwischenmenschlich verbindend bzw. im wahrsten Sinne Inklusionssport, durch ein im Amateurbereich vorbildlich integrietes Handicap-Reglement.

Kurz erinnert: Der Motivationsturbo wurde angeworfen. Im April 2012 spielte ich erstmalig ein Turnier und startete entschlossen Richtung Behindertenmeisterschaft…

Golf Performance 2013

Dieses Jahr war der Saisonstart wetterbedingt extrem spät, Weiterlesen

Ziel: Meine Masters ’13

Danke, PGA Professional TIM RAISNER

Neuer Golflehrer. Neuer Golf Club. Neues Ziel.

Mai 2013 – Jede Menge Arbeit liegt vor mir, ich stehe bei HDC -32,2 und es sind nur noch rund 3 Monate zu den Deutschen Meisterschaften der Golfer / -innen mit Behinderung ’13, in Hamburg-Treudelberg. Mein gewagtes Wunsch-Etappenziel lautet: bis zum Turnier auf HDC -18,4 verbessern, um dann dort im direkten Zählspiel antreten zu dürfen. Naklar, auch ich weiß, dass ist mehr als optimistisch geträumt…

PGA Professional Tim Raisner ist humorvoll direkt:

„Keine langen Vorreden, ab in die Garage. Das Hallentor hochgezogen und die golferischen Hosen mal eben kurz runtergelassen“.

Kamera, Licht, Computer an, das Lieblingseisen gegriffen und gezeigt was wirklich geht. 10 „kalte“ Abschläge raus auf die Driving Range; die Zeitlupe der Videoanlage ist unerbittlich und entlarvt alles!

Golferisch laufe ich meiner Form von Aug. 2012 deutlich hinterher. Nach dem extrem langen Winter und „ohne Budget“, daher ohne professionelle Anleitung, dafür einer weiteren OP in den Knochen, sieht es technisch traurig aus. Allerdings nicht ganz hoffnungslos. Denn, körperlich bin ich, bis auf meine bekannten „echten“ Handicaps, inzwischen deutlich besser drauf und stärker als voriges Jahr. Yoga- und Kinesis-Training zeigen erste gute Wirkung.

PGA-Drills vs. Handicap

Tim hat einen guten Ruf; durch seinen Einsatz im Landestrainerteam insbesondere auch bei den leistungsorientierten, aufstrebenden Berliner Golftalenten. Seit kurzem leitet er die Golf Academy des Golfclub Gatow, auf dessen schönen Anlage, ehemals des Britischen Militärs. Es galt zu erfragen wie er mir helfen könne. Kurz entschlossen bekam ich von ihm sein klares, motivierendes

„JA, ich mache mit“.

Für die nächsten Wochen stehen in unserer Masters-Terminplanung nun eine Serie speziell auf meine physiologischen Eigenheiten (Behinderungen) abgestufte Einzeltrainings sowie einige Turniere, die als echte Leistungstest angesetzt sind.

Golf Garage & Platzrunde

Im Einzeltraining analysiert Tim am Scope Visualizer PRO System die Fakten: Abtauchen im Aufschwung statt stabile Kopfposition, es fehlt der Lag, Arme blocken statt zu rotieren, hampeln mit den Beinen, keine saubere Gewichtsverlagerung im Durchschwung, etc. Performance sieht anders aus. Oder, positiv ausgedrückt: mehr Weite und höhere Präzision ergeben sich wenn ich diese Faktoren optimiere, synchronisiere. Inkl. der neu gewonnenen Fitness sollte eine deutliche Steigerung folglich möglich sein. Erste kleinere Korrekturen brachten beim 7er sofort 15 Meter mehr, ganz locker, bei weit geringerem Energieaufwand.

Nächster Termin, nächste Einheit, checken was behalten, gelernt wurde. Dann kleine Platzrunde, um zu sehen was in der Praxis so läuft: X-Beine beim Driverstand, häufiges Toppen im kurzen Spiel, da zu wenig Stand im vorderen Bein. Anschliessend Mann und Golfbag zurück, wieder in die Garage, wieder vor die Kamera, erneute Auswertung.

Wir beide sind wunderbar ambitioniert, immer die Fahne bzw. „unser Masters“ als Ziel.

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