Tote Hose?

Danke, Dr. med. Wolfgang Schneider-Löer und Dr. med. Frank Rücker

Wie reagiert eigentlich die Manneskraft auf Belastungen bei Krebs?

Genau genommen, lässt sich dass so pauschal nicht beantworten.

Totalausfall

Ich hatte Todesangst, Stress ohne Ende, Schmerzen, Depressionen…Vergiftungen. Für mich gesprochen galt in dieser Zeit:

Tote Hose!

Kurz erinnert:

Es galt zu „durchstehen“: 1x schockierende Diagnose, 1x schwerste + 4x weitere OPs inkl. Narkosemittel, 1x heftige Komplikation durch einen Katheter, wodurch viel Blut gepisst wurde, 30x harte Bestrahlung die immer wieder brutal Angst triggerten (Verbrennen bei lebendigem Leibe), 2x elende Chemo-Zyklen, deren Vergiftung der Körper loswerden wollte, mit: Kotzen bis die Galle kein Grün mehr spukt und Husten bist die Lunge berstet oder zumindest die Leisten „brechen“. Kurzum: alles potenzraubend.

Ergo: Alle Tendenzen zeigten nach unten.

Dr. Schneider-Löer und Dr. Rücker, Ihre urologische Praxis wurden mir empfohlen. Gleichfalls von einem Mediziner, gleichfalls aus meinem Team. Wichtig: bezüglich des Krebses, Ihre weiteren Untersuchungen. Psychisch dabei aufbauend, Ihre sehr empathische Ansprache.

Sie stellten hoffnungsgebend in Aussicht, dass, mit etwas Geduld, sowohl der Körper wie auch die Seele sich beruhigen, nach und nach erholen. Und sich dann, ganz natürlich, ein reges Liebesleben wieder „zeigen“ wird.

Und so „kam“ es dann eines Tages  auch…

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Ziel ’10: Act of Zero

Danke, Dr. med. Petra Sandow

Für „meine“ Hausärztin entschied ich mich seinerzeit, da Naturheilverfahren, neben der Schulmedizin, zu ihrem Behandlungsansatz gehören.

Später, als ich schwer an Krebs (Tonsillenkarzinom) erkrankte, eröffneten Sie mir daher unmittelbar auch komplementäre Konzepte.

Frau Dr. SANDOW, während der kritischen Zeit kamen Sie mir stets sehr entgegen! Immer wieder griffen Sie kurzer Hand in Ihr Regal und deckten mich pragmatisch, jeweils entsprechend der Ergebnisse aus den Blutuntersuchungen, mit Mustern ein:

  • Selen,
  • Folsäure,
  • Magnesium,
  • Eisen,
  • B12-Ampullen,
  • Darmflora-Präparate etc…

Da die Krebs-Krise sowie meine angeborenen Behinderungen zu weitreichenden Folgen im gesamten Leben führten, glich Ihre Praxis dann auch noch häufig einer behördlichen Schreibstube, mit viel Geduld für meine vielen Fragen und die umfangreichen Anträge, zu:

  • REHA-Heilkur,
  • REHA-Sport,
  • Fahrdienste,
  • Behindertenausweis / Versorgungsamt,
  • Mehraufwand Spezialernährung,
  • Rente wg. Erwerbsminderung,
  • Stellungnahmen usw…

Sie hatten viel für mich zu (ver)schreiben. Hier zeigte sich Ihr großer Erfahrungsschatz aus dem außergewöhnlichen Engagement der langjährig praktizierenden Allgemeinmedizinerin und der auch formal gewandten Landessportärztin für den Behinderten Sportverband Brandenburg e.V.

Mein „MVZ“
In künstlerischer Freiheit darf ich benennen, was Sie mir – sehr geschätzt – in Ihrer Praxis bzw. mit Ihrem engagierten Praxis-Team persönlich entgegenbringen:

Mein  Medizinisches Versorgungs Zentrum.

Act of Zero!
Geht es auch andersrum? Erfreulicher Weise, ging auch dies. Ende 2010 setzte ich die durch zahlreiche OPs, Bestrahlungen und Chemos bedingten Schmerzmittel schrittweise bis auf 0 (in Worten: NULL). Anfang 2011 gab ich Ihnen demonstrativ und mit großer beidseitiger Freude, die restlichen Medikamente zur Entsorgung: Tilidin, Tramal, Novalgin Morphium-Pflaster, all dieses Zeugs, mit all den heftigen Nebenwirkungen.

Um dem schweren Fatique-Syndrom zu begegnen, begannen wir ein Programm zur Entgiftung sowie zum Wiederaufbau der stark angegriffenen Magen- und Darmflora.

Apropos Wiederaufbau: Mein Vorhaben

Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung, in 2012

traf Ihr Wohlwollen. Sie bestärkten mich sofort in meinem ambitionierten Ziel. Insbesondere, da der Sport bei meinen GdB 100:

„…sehr Behinderten-geeignet sei, gleichermaßen für den mentalen wie auch den körperlichen Aufbau.“

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tj.phoenix

Seelenflüsterin von BINGEN

Danke, Eve W.

Viel hat nicht gefehlt und ich hätte selbst Schluss gemacht.

Stärkste, quälende Schmerzen, schwerste Depressionen. Dann die niederschmetternde Diagnose, gefolgt von kritischer Operation, brutalsten Bestrahlungs- und Chemophasen sowie künstlicher Ernährung. Ich stand kurz vor dem Aufgeben…

Eve, Du kennst mich zig Jahre, auch Jahre gemeinsamer Erfüllungen. Du kennst meine bunten Höhenflüge, kennst meine „dunklen Abgründe“. Dein sinnliches Wesen konnte so oft, so leicht zu all meinen, sogar unterbewussten Tiefen, durchdringen. Deine Gabe war 2010, während meiner schlimmsten Lebenskrise, wichtiger denn je!

Fachlich hatte ich ein sehr gutes Team, das war es nicht; mein Schwachpunkt waren die höllischen Schmerzen, die mich schon monatelang zuvor total zermürbt hatten sowie der abrupte wirtschaftliche Zusammenbruch, der mir täglich neue, extreme Belastungen antrug und so auch die letzten Energien raubte.

„Nur einen Schritt, bitte…und heute wieder nur einen Schritt…halte durch…bleib entschlossen“,

so Deine guten Botschaften, per täglichem Anrufe, per täglicher SMS, per Karte oder Brief. Wer weiß, wie Du es genau gemacht hast, mich zu bewegen?

Schöne Seele
Vielleicht lag’s es ein wenig am spirituellen Vermächtnis bzw. an dem heiligen, auf Dich übergegangenen Geist einer Hildegard von Bingen, aus der unmittelbaren örtlichen Nähe zu Deinem direkten Geburtsort?

Jedenfalls, selbst im stark sediertem Zustand, Deine vertraute Stimme hörte ich immer, mit Deinen lieben Worten, Deinen betenden Bitten, Deinem geflüsterten Wunsch, an mich:

„…zu Leben!“

Ich war so leer, hatte selbst schon lange keine Wünsche mehr. Oder, vielleicht mochte ich nur noch Dir diesen, Deinem sehnlichsten Wunsch erfüllen? Dir, der Freundin, die mich vor ewigen Zeiten mit ihren Küssen zum Leben erweckte. Dir, der Frau, die all meine Qual aus eigener, leidvoller Krebserfahrung kennt, da ein Pfuscher sie seinerzeit böse verstümmelt hatte. Dir, dem Menschen, der diese Entstellung mutig überlebt hat. Dir, der Heilung schenkenden, schönen Seele, welche spürte, was für ein Terror ablief, tief in meiner schwachen, müden Seele.

Was für Hölle! Deine Liebe war, selbst in dieser, immer bei mir. Zusammen zählten wir die Tage leise rückwärts, bis diese überstanden waren, bis ich wieder Leben wollte…

thanks4help

PS: Deine heilende Liebe ist unbeschreiblich – ohne Worte. Angemessen wären vielleicht Gedichte, besser noch Songs die Deine Seele berühren, von guten Jungs die gleichfalls beseelt sind: Santana, Knopfler, Hendrix, Clapton, Floyd