Happy-go-lucky Rentner

Danke, Peter

Gibt es einen schöneren Frühsport für zwei befreundete Rentner, als montags vormittags um halbzehn, bei Sonnenschein sowie langsam aufsteigenden Nebelschwaden, locker eine Runde Golf?

PETER, wohl kaum! Denn vor Beginn nahmen wir erstmal genüsslich einen feinen Espresso, während der Runde pausierten wir ausgiebig auf der Bank an Loch 6, stärkten uns mit BIO-Apfel, gekochtem Ei und Serrano-Schinkenbrot. Um dann, nachdem die jungen wilden Rehe wieder vom Platz gesprungen waren, in aller Seelenruhe, auch in aller morgendlichen Menschen-Leere, weiterzuspielen.

Du, durch Fleiß und Alter her verdient pensioniert, ich, durch…na egal…zu früh berentet. Im Rahmen int. militärischer (fragwürdiger) „Friedensmissionen“ lernten wir uns seinerzeit kennen. Im kritischen Kampf gegen (m)einen eigenen Feind KREBS stärkte mich dann ein inzwischen guter, aufrecht motivierter Freund und seit Mitte 2011 tingeln wir wieder – als Drill Training „getarnt“ – allerdings sehr viel gelassener und für ein sehr viel sinnvolleres „Angriffs“-Ziel, über Berlins Golfplätze. Dass die grad beschriebene Art zu trainieren, zu meiner Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung führen sollte, scheint nicht recht glaubhaft – war aber nun mal genau so, zumindest in der Regelmäßigkeit unserer Übungen, insbesondere in unseren vielen Putting Matches, mit denen Du mich regelrecht herausgefordert hattest.

Und nach dem Golfen? Eloquent und ganz nebenbei tauschen wir uns auch gerne kultiviert in feingeistigen Themen aus und genießen, trotz aller Malaisen, die Lebensfreuden eines glücklichen Rentnerdaseins…

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tj.phoenix

Champagner !!!

Danke, Fanny L.

Wer toll siegt darf (sollte) auch richtig feiern…

Fanny, von Dir ließ ich mir gerne meinen heiß geliebten Espresso servieren. Denn, ich wohnte in unmittelbarer Nachbarschaft und im Laufe der Jahre federte ich immer wieder locker zu Dir ins Cafe-Restaurant. Wir lachten häufig ausgelassen, zweideutig. Auch Dich überraschte die Tatsache, dass Weiterlesen

Beim Gruppenheulen

Danke, Dipl. Psych. Irmhild Harbach-Dietz

Liebevolles, von Respekt getragenes Gesundheits-Training. Ein erstes Aufarbeiten des Krebs-Schocks wurde möglich…

Krebs greift erheblich ins Leben ein, ist oft, nicht immer, tödlich. Auch wenn eine Chance zum Überleben besteht, setzt einem die Therapie(n) bzw. deren Nebenwirkungen häufig so heftig zu, dass das Leben, einschließlich dessen Sinn, unwillkührlich hinterfragt wird.

Irmhild, irgendwie hatte ich erfahren, dass die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. ein durch Dich Diplompsychologin geleitetes Gesundheitstraining anbot. Basis wären:

  • SIMONTO-Methode,
  • Progressive Muskelentspannung nach JACOBSON,
  • integrative mentale Elemente zur Neuorientierung.
  • 1x pro Woche

Nur, es war schon voll ausgebucht. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass ich ambivalent zu Selbsthilfegruppen stand (und stehe). So konnte ich nie etwas anfangen, mit:

„Hallo, ich bin Tom und habe dies oder jenes Problem…“,

um im Chor die Antwort zu hören:

“Willkommen Tom. Danke, dass Du…xyz…mit uns so offen teils…bla bla, bli blub.“

Auch klassisches hysterisches Gruppenheulen war immer ein Gräuel.

Irgendwie meinten es die Götter – oder wohl eher Du – gut mit mir, denn Anfang 2011 konnte bzw. durfte ich überraschend die kleine Gruppe doch „bereichern“.

Kleine Bilanz

Hier saßen wir nun, vorwiegend Frauen mit heftigsten Schicksalsschlägen, eine selbst Krebs-erfahrene professionelle Leiterin und ich mittendrin, ebenfalls in der Hölle angekommen. Der Mann, dessen weiteren Lebensbereiche gleichfalls kleinteilig, total in Trümmern vor ihm lagen. Energetisch total am Boden, sehr schwach (Fatique-Syndrom), sozusagen unterirdisch unterwegs…

Erste Schritte des Aufbaus

Mit welchem Feingefühl für die einzelnen, mehr oder weniger angeschlagenen Seelen, mit welch lieben Respekt für innere, teils verunsicherte Haltungen Du diese Gruppe führtest, insbesondere aus dem „Tal der Tränen“, hin zur selbst-motivierenden Lebenshaltung, so dass jeweils die Erkenntnis reifte,

Ein katastrophales Schicksal kann, auch wenn das im Moment unglaublich scheint, einen sehr bedeutenden, persönlichen Nutzen tragen…

Das war ganz großes Können von Dir! Deiner empathischen, leisen Kunst gebe ich hier gerne meine friedvolle, stille tiefe Anerkennung. In der gesamten Zeit fühlte ich mich stets angenommen.

Als es an der Zeit war – und dies war deutlich zu spüren – kam, wie von selbst, der erfreuliche Moment in dem die Gruppe anfing, ganz ungezwungen Witze über das „böse“ Thema zu reißen. Ein sensationeller Schritt in der jeweiligen Entwicklung. Gleichfalls für mich, auch wenn der Humor in meinem Naturell vielleicht eh ein wenig schwärzer angelegt ist. Auch ich haute ab und an locker einen raus und wurde dann richtig verstanden. Wir lachten alle!

Ziele?!

Den lautesten Lacher gab es allerdings während der Übung Lebenstraum: Alle wurden gefragt,

Was jeder denn, durchaus verrücktes, noch tun wollte, wenn es ihm gesundheitlich gegeben wäre?

Es gab die nettesten Ideen, es gab zustimmende Worte. Bis ich dran war:

2016… RIO… Denn, in RIO fänden 2016 die Olympischen Spiele statt und Golf würde dort erstmals im Programm stehen.

Großes Gelächter!

Anmerkung: Ich hatte bis dato noch nie ein Golfturnier gespielt, war zu der Zeit voll-voll-vollkommen pleite und fiel beim Golfschwung vor Schwäche noch um. Völlig unrealistisch, JA! Natürlich lachten alle. Was daraus bis heute konkret wurde, sehen wir inzwischen und läßt sich, auch zur Inspiration für Dritte offen, Schritt für Schriit hier auf diesem Blog nachlesen.

Ich selbst hatte einiges zu lernen und nahm viel an: von Dir, von Euch. Beispielsweise…

…mich achtsam(er) einzulassen, auf’s Leben und auf „meine“ lieben verständnisvollen Schwestern des Schicksals.

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PS: Motivation bzw. genauer Volition, läßt sich vielleicht von mir lernen…