HOT CHILLI BABY

Danke, Daniela

Gesundheitsarbeit kostet viel Zeit und die Wege sind meist lang. Gut, wen einem jemand einen Mobilitätsbeitrag spendet.

Mit der Krebskrise kriselte es auch drastisch in meinen anderen Lebensbereichen. Es bestand die dringende Notwendigkeit, finanziell radikal zu reduzieren – auch das neue Auto wieder abzuschaffen.

DANIELA, spontan überließt Du mir Dein „heißes“ Mountainbike. Eine gute Geste die sowohl, was die Beweglichkeit in der Stad, wie auch den steten Wiederaufbau meiner körperlichen Kondition betrifft, bis heute sehr förderlich ist. Energetisch ein sogenanntes schönes:

„double feature!“

Mit diesem gesunden Mobilitätsbeitrag wird der EX vom HOT CHILLI BABY dann doch noch locker flotte 100 Jahre alt…

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tj.phoenix

Großer Mann – großes Herz

Danke, Karsten

Was macht Freundschaft aus? Wir überlegen mal kurz…

Wenn sich jemand einen Knochen bricht, dann wollen ihm 20 Menschen auf dessen Gips ein Autogramm geben. Wenn einem im Krankenhaus das Fußballer-Bein operiert wird, sind 10 Freunde am Krankenbett. Wenn man nach schwerster Bestrahlung anschließend noch etwas auf der Chemo-Station rumvegetiert, mit Schläuchen im Körper für die „Gift“-Cocktails, die künstliche Ernährung und ggf. einer zusätzlichen Bluttransfusion im Körper, dann zeigt sich das Phänomen, dass fast keiner mehr zu Besuch kommt.

Großes Herz – großer Mann

KARSTEN, Du warst immer an meiner Seite. Mit über 2 Metern, groß wie Klitschko und genauso starken Schultern, stütztest Du mich nach der OP und wir wagten die ersten Schritte im Garten. Und als auch noch eine Chemo nötig wurde, sagtest du spontan:

„Na dann fahr‘ ich halt ne Woche später in Urlaub“,

obwohl Du ein Jahr zielgerichtet daraufhin gewirkt hattest. Großes Herz, großer Mann. Das ist echte Freundschaft!

Immer wieder begleitest Du mich. Wir trainieren sportlich im Park, nehmen hier sowie dort mal einen guten Kaffee, oder wir feiern – uns und das Leben – ab und an auch mal richtig heftig-kräftig, bis zum Kaputtlachen, bis zum Umfallen, bis, statt der Arzt, die komischen humorlosen Ordnungshüter kommen. Tags darauf stecken wir die dicken Brauseköppe erneut zusammen und hecken neue Zukunftspläne aus.

Ziele & Motivation

Wie Sparringspartner arbeiten wir hart an unserer Performance. Empor aus der Hölle Krebs, zeigte sich mein Erfolg konkret mit dem Antritt zur Deutschen Meisterschaft der Golfer mit Behinderung 2012. Ein Jahr zuvor hatte ich dieses Ziel angesagt. Von mir sicherlich leicht „irre“. Von Dir allerdings als tolle Motivation stets akzeptiert und wohlwollend unterstützt.

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PS: Dein großzügiger Spirit stärkt sehr meine Entschlossenheit, auf dem Weg der Heilung!

Eternal Flame

Danke, Mara E.

Sehnsucht ist eine starke, Liebe eine stärkere Motivation.

Im Krankenwagen wurde ich täglich an „der Bank“ vorbeigefahren: von der Charité Wedding zur Charité Mitte, von der Chemostation zum Strahlungszentrum, zuvor voll gepumpt mit Medikamenten. Deren giftige Wirkung und die Verstrahlungen führten, nach und nach, zum Totalausfall meiner Nahrungsaufnahme. Simples Trinken wurde, trotz Morphium, zur Tortur. Mein Zustand verschlechterte sich rapide, Panik entstand. Mehrere Wochen fuhr man mich ich dort lang, stets sah ich durch ein kleines Fenster Deine Arbeitsstelle…

Mara, welch glücklicher Umstand, welch sentimentale Analogie. Denn, so erinnerte ich mich an Teneriffa und unsere Wanderung dort, durch ein tiefes Tal welches du kanntest und mir damals zeigtest. Immer abwärts, hinunter in die enger werdende Schlucht, bis es nicht mehr weiter ging, wir am Ende am alles aufnehmenden Meer standen.

Teneriffa: aus dem tiefen Tal

Der Weg zurück, der Aufstieg, wurde endlos lange und durch den einsetzenden Regen immer schwieriger, sogar gefährlich. Eben noch entzückten uns schönste Momente, wechselten dann in Furcht, dass wir abstürzen könnten. Wir schafften es. Ich war völlig platt, von Krämpfen geschüttelt. Du warst bis zum Schluss sensationell stark! Allein an diesem Tag zeigte sich viel von Deinem innersten Lebenswillen. Ich wusste: Dich möchte ich für immer an meiner Seite wissen, mit dieser Frau möchte ich durch die Abenteuer des Lebens gehen…

Starker Wesenszug

Um im Krebskampf nicht aufzugeben, ließ ich diesen – Deinen – außergewöhnlichen Wesenszug in mir aufflammen. Der, der eine Herausforderung, sei diese noch so übermächtig groß, mutig angeht. Im hintersten Winkel meiner Seele fand ich grad rechtzeitig diese ewige Flamme.  Zunächst ganz klein, da verzweifelt, möglicherweise bald aus dieser Welt scheiden zu müssen, gelang die Wandlung zum Entschluss, immer einen Schritt weiter, empor in ein neues, freies Leben. Dieser kleine psychologische Kniff bestärkte die Bereitschaft durch mein eigenes, tiefes dunkles Tal zu gehen, erhellt durch Deine wunderbare Fackel. Ich schwor innerlich:

Ich werde eines Tages – aufrecht – bis zu Dir gehen!

In dieser kritischen Phase fragte mich eine Ärztin:

…ob ich in der Lebensbilanz vielleicht andere Wege hätte wählen wollen, oder ob mein Leben erfüllt sei, ich sogar in Frieden gehen könnte?

Gute Frage – ich hielt innen, lächelte:

Wenn die Götter beschlössen, dass ich gehen müsse, ginge ich reich, eines Königs gleich. Früh beschenkt durch einen großherzigen, integren Großvater und später vom Schicksal privilegiert, durch die magische Liebesbeziehung mit Dir.

Tja, lange her, alles vergangen. Alles „nur“ Erinnerung. Allerdings, höchst wirksam in der Motivation. Du erinnerst Dich: eines Tages stand ich in der Bank vor Dir – aufrecht!

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PS: Gestärkt aus der flammenden Erfahrung mit Dir, erinnert in „ewiger“ Liebe.