SWAN Inspiration

Danke, Anja Thiem

Fantasiereiche erste Schritte. Eine Schatz an Instrumenten. In der Musiktherapie „öffnen“ sich die Seelen der teils schwer traumatisierten Patienten.

Die harte Krebsbehandlung lag hinter mir. Nach ein wenig Yoga lag mir nun der Sinn, in der anschließenden REHA.

„Yoga oder Qi Gong habe wir hier nicht, aber Musiktherapie kann ich empfehlen. Das wird ihnen gefallen, Hr. Jandke“,

sagte der Arzt bei der Aufnahme. In der Nachbetrachtung gebe ich gerne zu, Recht hatte der Doc. Und wie diese mir gefallen hat: Es waren die schönsten Momente, während meines Aufenthaltes in der Klinik Silbermühle, in Plau am See!

Anja Thieme, Sie sind dort die einfühlsamen Musiktherapeutin. Den Zugang finden Sie über Klang, Rhythmus sowie leichte Spielfolgen. Eigens ein Monochord haben Sie sich bauen lassen, zur musikalischen Begleitung der Übung: Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Dessen tonale Wirkung, bis in tiefe unterbewusste Bereiche, war für mich wundervoll hör- und spürbar.

Ihr Angebot, auf Wünsche von Patienten thematisch eingehen zu wollen, wurde in den Gruppensessions wenig aufgenommen. Ich dagegen hatte kess die Idee, Sie um Klavierunterricht zu bitten. Dass Sie sich für unsere folgenden Einzelstunden – auch noch außerhalb der Therapiezeiten – extra vorbereiteten, um zunächst erstmal Übungstücke auf mich anzupassen (Anfänger, mit einer „verkrüppelten“ linken Hand), flüsterte mir meine Tischnachbarin. Ich war charmant entzückt.

Seitdem, wenn mir nach etwas sentimentaler Muse ist, versuche ich mich an “unserem“ schönen Swan von Saint-Saens. Stets verdrehe ich mir dabei noch die Finger und improvisiere dann amüsiert neue Fingersätze, auf meinem alten Zweite Hand Piano, in meinem neuen Zweiten Leben.

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