Möchten Sie ‚drüber reden?

Danke, Dipl.-Psych. Carola Rother

Zur seelischen Stabilisierung kann eine psychologische Stärkung sehr helfen!

Berlin Charité Chemostation – Auf den Visiten wird das Ärzteteam von einer Psychologin begleitet. Sie beobachteten dabei dezent die Gemütsverfassung der Patienten, um ihnen gegebenenfalls Hilfe anzubieten.

CAROLA ROTHER, in der Zeit meiner brutalen Krebs-Chemobehandlung therapierte ich (nicht wirklich freiwillig), auf der Hardcore-Station 61. Offen zugegeben, dort kotzte, litt und fluchte ich. Und doch, ich hörte Ihre wohlwollenden Worte, mit denen Sie seelische und auch tröstende Unterstützung anboten.

Überraschend sowie Glück, dass eher wenige Patienten diese Chance ergriffen, um die eigenen mentalen Kräfte zu stärken. Ich klopfte jedenfalls an ihre Tür und „lag“ umgehend auf Ihrer Couch…

Empathie
Ihr Willkommen, ein kurzer Moment der inneren Ruhe, dann gemeinsame, vorsichtige Überlegungen zu den Lebensperspektiven. Dass ließt sich hier so selbstverständlich und leicht. Zunächst war dies nur ein verzagter Griff nach einem Strohhalm für mich, in dem Überlebenskampf gegen ein gefährliches Tonsillenkarzinom. Allerdings gab „er“ bzw. schenkten Sie ein wenig Halt, in der extremen, eben noch perspektivlosen Situation, vor allem durch Ihre emphatische, feine Art!

Vorsichtig näherten Sie sich auch der entscheidenden Schlüsselfrage:

Wenn sie gehen müssten, würden sie erfüllt gehen? Oder wäre ein anderer Lebensweg erwünscht…?

Ein gutes Gespräch. Und eine weitere Strategie für die nächsten Schritte (Anm.: coping strategy). Übereinkunft bestand beispielsweise im Ansatz nach der Simonton-Methode, welche für mich psychoonkologisch geeignet schien. Später, für die REHA, gab es Ihren sehr unterstützend formulierten Arztbrief, der ebenfalls zeigte, dass Sie mit viel Aufmerksamkeit mich auf meinem schweren Weg stärken wollten.

thanks4help

PS: das nächste gute Gespräch möge dann gerne, lieber beim Cafe folgen…

Autor_tj.PHOENIX

Autor_tj.PHOENIX

Botschafter für Inklusion | arts4PR-Mentor bei Hauptverband der Dt. Bauindustrie
Unternehmerblut fließt in den Adern, ein wildes Künstlerherz schlägt in der Brust. Wenngleich seine Kräfte zu gering sind (GdB 100), um loszustürmen und in der Arktis unermüdlich süsse Robbenbabies zu retten, agiert er überaus lebensbejahend: so teilt er das Handicap vieler von Geburt mit Behinderung lebender Menschen. Ebenso kennt er das Schicksal schwerster Unfälle und Krisen, u. a. durch eine höchst lebensbedrohende Krebserkrankung, die ihn 2010 traf.

2011 - beim NeuStart ins Leben kündigte er an: “In einem Jahr trete ich an, bei den Dt. Meisterschaften der Golfer mit Behinderung". Der Blog erzählt Ihnen von seinem Wiederauferstehen, wie ein PHOENIX aus dem Feuer...
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