Rising like a PHOENIX

Mein Leitgedanke

Willkommen – Der Blog erzählt von einem zielbewussten Wiederauferstehen: wie ein PHOENIX aus dem “Feuer der Krebshölle”, empor in ein neues, freies Leben, hinauf zur Deutschen Meisterschaft im Golf.

Mit diesem fabelhaften Sinnbild stellen Sie sich bitte einmal kurz vor, dass auch Ihnen Ihr Weg der Heilung gleichfalls glückt. Gerne weniger dramatisch, dafür ebenso:

  • wundersam, in den dynamischen Fortschritten,
  • extravagant, durch das klare Ankündigen sowie Erreichen von Zielen, selbst bei schlechtester Ausgangslage oder neuen Rückschlägen und
  • aussergewöhnlich, im Zusammenwirken vieler gütiger, sehr wacher Seelen.

Betroffene in ähnlich kritischer Situation finden auf thanks4help zahlreiche Beispiele kraftvoller Ermutigung und sie gewinnen werte Erkenntnisse zu der Wesensnatur dieses GELINGENS!

tj.PHOENIX, GdB 100 – Autor

Ich selbst teile das Handicap vieler von Geburt mit Behinderung(en) lebender Menschen. Ebenso kenne ich die körperlich-seelischen Belastungen aus dem Schicksal schwerster Unfälle und Krisen, u. a. durch eine höchst lebensbedrohende Krebserkrankung die mich im Sommer 2010 traf.

Nach dem Motto „Project PHOENIX“, setzte ich schrittweise zum Neustart an. Ab Mitte 2011 konkret mit einem attraktiven Ziel: Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Golfer/-innen mit Behinderung 2012. Am 11./12. Aug. 2012 trat ich dort an – Dank der beherzten Unterstützung wohlwollender Menschen, eigenem Willen und auch viel Fortune.

Ausgangslage: Wiederauferstehen oder…

Die Diagnose war sehr kritisch, sie traf völlig unerwartet: Tonsillenkarzinom. Schnell wachsend, folglich lebensverkürzend!

Zunächst standen schwierige, operative Rettungs- und harte Behandlungsmaßnahmen im Fokus. Unter heftigsten Nebenwirkungen therapiert sowie den Tod schon mal bewusst gegrüßt, war am energetischen Tiefpunkt zu konstatieren: Das Essen eines kleinen Yoghurts benötigte eine volle, schmerzvolle Stunde. Künstliche Ernährung, intersive Pflege und pragmatische Lebenshilfen – liebevoll, geduldig wurde allseits zur ersten Besserung beigetragen. Oder, um es drastisch auszudrücken:

Mein Team rettete mir meinen (kleinen) traumatisierten Arsch bzw. trat mir gegebenenfalls, selten, dann aber nur ganz vorsichtig, in selbigen.

Danach förderten REHA, tägliche Trainings sowie ambitioniertes Golfen kontinuierlich den Aufbau neuer körperlicher und mentaler Qualitäten.

Die “echten”, die schmerzhaften Handicaps

Nüchtern läßt sich feststellen: In meinem jungen Leben sammelte sich einiges zusammen. Faktenlage von Kopf bis Fuß, Diagnosen auszugsweise:

  1. Krebs / Tonsillenkarzinom
    Tumorentfernung im Hals sowie
    Neckdissektion (Entfernung der Lymphknotenkette von außen).
    Postoperativ adjuvante simultane Radio- / Chemotherapie
    5x OPs
    30x Bestrahlungen
    2x Chemozyklen
  2. div. Bandscheibenvorfälle: HWS-Schmerzsyndrom C6 / C7
    (Zervikobrachialsyndrom), chronische Nervenwurzelentzündung
  3. 5x OPs Schulter li.
    (Frakturen, inkl. Plattenverbindung, Spongiosa aus der Hüfte – Arthroskopie)
  4. 5x Frakturen Rippen li. + Lungenriss
    Asthma Bronchiale
    1x Fraktur Rippe re. in 2013
  5. 2x Frakturen Wirbelsäule (Deckenbruch) BWK 3 und 4
  6. angeborene Syndaktylie “verkrüppelte” Hand li., mit geminderter Greiffunktion, teilweiser Beugekontraktur der Finger, verkürztem, schwächeren Arm li.
    
6x OPs inkl. Hauttransplantationen
  7. Leistenbruch re.
  8. 1x OP Clavikularfraktur li. Osteosynthes mit winkelstabiler Platte (6 Schrauben, Titan) – 2017
  9. kritische Unterfunktion der Schildrüse als Folge der Bestrahlung. mit erheblichen Einbussen an Lebensqualität und Leistung…

Da stellt sich die Frage: Ob überhaupt noch was funktioniert?

Ja, doch! Meinen Mund kann ich nun wieder, Dank heilender Seelen, deren heilenden Hände und nach intensivem Üben – für ein herrlich breites Lachen – von einem bis zum anderen Ohr “verziehen”.

REHA – Inklusionssport – Golf als Therapie

Unterstützung der Heilung? Der sozial-sportliche Weg der Rehabilitation über’s Golfen in therapeutischer Dosis ist ungewöhnlich. Für mich hat sich dieser allerdings bestens bewährt. Denn gerade Golf fördert wunderbar die Bereiche Inklusion sowie Persönlichkeitsentwicklung, weshalb Golf in Form einer “Golftherapie” und als Behinderten- bzw. Inklusionssport bestens geeignet ist! Wiedererwartend konnte ich mein Testament zerreißen und an allen Handicaps arbeiten: den gesundheitlichen Problemfeldern sowie dem Golf HCP.

Unter ärztlicher Führung und Kontrolle wurden, Schrittchen für Schrittchen, beispielsweise die Belastungsgrenzen für Wirbelsäule und Bandscheiben immer weiter herausgeschoben. Auch zwischenzeitliche Rückschritte ware zu bewältigen.

Self-Coaching: In eigener Sache

Auf dieser hoffnungsvollen Basis galt es die nächsten Steigerungen anzustreben, ab 2013 darüber hinaus auch das Wiederauferstehen im wirtschaftlichen Sinne, gleichfalls das der weiteren Lebensfelder. Bekanntlich war ich seit dem 19-ten Lebensjahr stets freischaffend unternehmerisch tätig, bei allen Privilegien, allerdings ebenso allen damit einhergehenden Risiken. Die letzten 2 Jahre, zusätzlich die lange, schwere Erkrankung vor der eigentlichen Krebsdiagnose, stellten einen erheblichen Einbruch dar, mit diversen Kettenreaktionen…

Wertvoller Spirit

Zwischenzeitlich liegt der Grad der Behinderung bei 100. Eine Zahl die einiges aussagt und doch nicht wirklich vermittelt, dass das neue Leben morgens mit Schmerzen erwacht, selbst an guten Tagen. Die verfügbaren Kräfte sind daher deutlich schwächer als früher. Und doch:

Meine kreativen Talente sind stärker zurück, denn je!

Auch die geschäftlichen. Was diesem Glück sehr entgegenkommt sind: 30 Jahre Selbstständigkeit, sowohl professionell wie auch ehrenamtlich für Unternehmen, staatliche Verwaltungen, Verbände, Kirchen, Stiftungen sowie NGOs, schafften einen wertvollen Erfahrungsschatz, den der im Sternzeichen Entrepreneur geborene Freigeist, erneut erfolgreich zu monetarisieren verstehen sollte.

Möge mein ressourcenreicher Heilungsweg auch Anderen stimulierende Anregung sein, sich für ihren NeuStart gleichfalls selbst zu motivieren.

thanks4help – ist Euch gewidmet, dem Team an meiner Seite!

Im Blog resümiere ich den gelungenen und erforsche den noch kommenden Weg, nun Richtung disabled olympics. Insbesondere die erfolgreiche Bewältigungsstrategie (Coping Strategy) sowie meine Umsetzungskompetenzen / Willenskräfte (Volition) werden en détail offenbart: mal fachlich objektiv, mal humorvoll subjektiv, ggf. (selbst)kritisch, selten zornig, eher versöhnlich, meist freudvoll, mitunter frivol – letztlich dankbar.

thanks4help

Ziel 2012 erreicht!

Golf Saisonfinale: Deutsche Meisterschaft

Hamburg – Deutsche Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung, 2012.

11./12. Aug., das offiziell vom Deutschen Golf Verband DGV ausgerichtete Turnier wurde auf der wunderschönen Anlage vom Golf & Country Club Hamburg-Treudelberg gespielt. Auf die speziellen Sportler war das direkt vor Ort anliegende Hotel Steigenberger bestens  eingestellt.

Angestrebtes Ziel!

Meines Geschmacks nach eine sehr gute Wahl! Das Verbandsteam sorgte für einen würdigen Empfang, einen toll präparierten Platz, hatte alle Formalien gut im Griff. Auch all die kleinen oder großen Fragen fanden charmante Unterstützung durch die Funktionäre, so dass ich mich sehr wohl fühlte, somit meine Leistung voll abrufen konnte.

Fast genau zwei Jahre zuvor schien es schier undenkbar, jemals an einem solch schönen Event, in aller Vitalität, teilnehmen zu können. Denn, bei meiner Biografie „im Bag“, lies der energetische Tiefpunkt im Herbst 2010 daran kaum glauben…

Was für ein Weg, insbesondere da ich meine Teilnahme – als Ziel – im Rahmen der coping strategy bereits Mitte 2011 öffentlich angekündigte hatte. Die meisten Leute sprechen da zwar von Motivation. Richtiger ist, es hat aber zu tun mit: Umsetzungskräften (Volition). Aber egal. Ich trat jedenfalls als HDC-schwächster Golfer an, verbessert mich im Laufe des Turniers weiter und konnte viele deutlich spielstärke Teilnehmer mal eben überholen. Welch Spaß!

Ich war zwar nicht der sportliche Sieger, dennoch der „heimliche“ Lebensfreude-Gewinner.

Dieses Wiederauferstehen – wie ein PHOENIX – wurde fantastisch unterstützt durch mein tolles Team. Daher schätze ich: ich trete im August 2013 sicher erneut an. Täglich freue ich mich sehr darüber, sehr darauf…

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PS: Zunehmend merke ich, dass sich meine Gedanken befassen, mit den: disabled olympics.

Tai Chi im Blut

Danke, Oliver Spott

Chen-Taijiquan (Tai Chi) ist der Wechsel von langsamen, fließenden und kraftvoll dynamischen Bewegungen. Der Kampfkunstaspekt ist darin bis heute sichtbar und lebendig.

Den Rat meiner Ärztin im Ohr, öffnete ich meine Wahrnehmung, in Richtung auf ein neues Leben und in Richtung ihrer Worte:

„Stärken Sie Ihr Wurzel-Chakra, dort spiegeln sich Themen wie Verbindung mit der Erde, Lebensenergie, Lebenskraft, Lebenswärme; die Basis eines stabilen, Ihres Selbstwertes. Geeignet sind Bewegungen bzw. Übungen, wie: QiGong, ruhiges, bewustes Gehen in der Natur, Meditation…“

Welch schöne Fügung: In Berlin-Mitte entdeckte ich den Kurs: klassisches Chen Taijiquan.

So traf ich auf Dich, Oliver Spott. Wir sprachen über unsere Wege. Angesichts GdB 100 und bezüglich der Kurs-Finanzierung hätte die Krankenkasse grundsätzlich ihr okay gegeben, vorausgesetzt der Kursleiter besäße die entsprechende „Weihe“! Es standen gegenüber: formaler Kassen-Bürokratismus vs. Deine humorvolle Intuition und langjährig inspirierte Freude an der Bewegung.

Qualifizierter Tai Chi Lehrer

Ich entschied mich für Deine fundierte, pure Ausbildungsqualifizierung, auf direkter Linie der chinesischen Gründervätern – weltweit höchst anerkannt: WCTAG (World Chen Xiaowang Taijiquan Association Germany). Wir fanden eine eigene, sehr persönliche, auch wirtschaftlich faire Lösung, ohne formelles Zertifizierungs-Zinnober. Getragen von respektvollem Umgang begann Ende 2011 der Tai Chi-Unterricht bei Dir.

Seidenfaden-Qigong, Zen-Meditation, auch Elemente der Heilenden Laute fließen in dem Kurs, ineinander übergehend ein. Dabei zeigt sich Deine hohe Achtsamkeit für den gesundheitlichen Bedarf der kleinen Gruppe. Fast unmerklich variierst Du gegebenenfalls Dein Übungsprogramm, stets um das zentrale Prinzip kreisend, dem Wechsel zwischen den beiden Aspekten Yin und Yang.

Yoga bereits mit 12

In Sachen Kampfkünste bzw. asiatische Bewegungslehren blicke ich erfahren, aus div. Trainingsphasen von mittlerweile 35 Jahren zurück: Yoga, Judo, ATK, WT usw. bis zur Teilnahme an der Dt. Mannschaftsmeisterschaft Karate ’82, so dass ich mich darauf verlassen kann, zu erkennen, ob ein Lehrer mit einem guten Spirit beseelt, bzw. sein Angebot mit Dao, dem unbeschreibbaren natürlichen Fluss der Dinge dieser Welt, erfüllt ist oder ob es sich um ein „leeres“, nur modisches Sport-Business-Konzept handelt…

Erstaunlich war (und ist!), was eine vermeintlich einfache Übung, wie das Meditative Stehen (Stehende Säule), für eine intensive Herausforderung bedeutete.

Regelmäßiges Üben

Rasch verbesserte sich mein Allgemeinbefinden, die Körperhaltung sowie die Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit.

…übrigens und nebenbei: alles elementar wichtige Grundlagen für meine aktuellen Golf-Ambitionen.

Und doch brauchte ich mehrere Wochen bis ich meinen geplagten, gar traumatisierten Körper zu lösen lernte und entspannen konnte. Damit gelang dann allerdings, nach und nach, die „Verbindung zur Erde“, die Stärkung meines Standes.

Dein Training gab mir wieder kraftvollen Halt „in der Welt“.

Und: es führte zu klareren Standpunkten, einer stabileren Lebenshaltung bis hin zur besseren Behauptung gegenüber den Widrigkeiten des Lebens, bei gleichzeitig gelassener Durchlässigkeit bzw. der Befreiung von so manch energieraubender Anhaftung. Deine dezenten Korrekturen, beim steten Verfeinern, halfen sehr.

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