Faktencheck

Schlaganfall - Job Kündigung - Prozess

Irritierende Meldungen zu meiner Personalie im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) sind im Umlauf.

Zur Klarstellung:

  • ich hatte einen Schlaganfall,
  • mir wurde verbandsseitig kurz darauf gekündigt,
  • die Kündigung ist mit dringlichen betrieblichen Erfordernissen begründet,
  • per Klageweg wurde widersprochen,
  • das Verfahren läuft, ist aktuell noch nicht entschieden.

Grad der Behinderung

Bekannt ist, seit Geburt bin ich mit einigen körperlichen Fehlbildungen herausgefordert. Bekannt ist überdies die heftige Krebsbiographie, mit der ich seit 2010 konfrontiert bin. Auch, dass mich Ende Feb. 2019 ein mittelschwerer Schlaganfall ausbremste.

Ihr wisst, ich hatte zeitweise einen Grad der Behinderung von 100. Aktuell (ohne Berücksichtigung des Schlaganfalles) ist ein GdB von 60 amtlich anerkannt.

Assistenz der GF

Und ihr wisst um die Chance, die sich für mich ab Okt. 2014 mit neuem beruflichen Engagement im HDB ergab. Zunächst 10 Std. pro Woche bis hin zur Position der Assistenz der GF des Zulassungsausschusses für Prüfungsstätten von Maschinenführern in der Deutschen Bauwirtschaft (ZUMBau), in Teilzeit 25 Std., mit Home-Office-Option.

ZUMBau, die Expertenplattform der Spitzenverbände, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), entwickelt gemeinsam mit der BG BAU führende Branchenstandards für ein hohes Qualifizierungsniveau von Fachkräften, die mit dem selbständigen Führen von Maschinen im Baubereich beauftragt werden.

* Zusammenhänge zum Tätigkeitsschwerpunkt ZUMBau – Grafik © Thomas Jandke

Die Herausforderung besteht darin, dass deutschlandweit aktuell 29 Prüfungsstätten sowohl „unsere Kunden“ im klassischen Sinne sind, damit die monetäre Basis bilden, wie auch, dass diese gleichzeitig als Partner fungieren, die kontinuierlich ihre Expertisen zu den Maschinenkategorien einbringen.

Erfolg: Wie sehr Bauunternehmen an Fachkräftesicherung und Weiterlesen

Der Positiv-Effekt

Buchbesprechung

BERLIN – Professor Sven C. Voelpel und Dr. Fabiola H. Gerpott berichten über die hochreaktiven Effekte des positiven (sowie negativen) Primings.

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„Der positiv Effekt“- das neue Buch der beiden MIND-Spezialisten. Foto: arts4PR

Heute Abend ergab sich in der Urania die erfreuliche Gelegenheit, einiges über die wissenschaftlichen Hintergründe zu hören, wie das sogenannte Priming funktioniert.

Das richtige Priming war und ist der „unsichtbare“ Erfolgsturbo meiner dynamischen Wiederauferstehung wie ein PHOENIX. Den in der Psychologie genutzte Begriff definiert Wikipedia mit: …Beeinflussung der Verarbeitung (Kognition) eines Reizes dadurch, dass ein vorangegangener Reiz implizite Gedächtnisinhalte aktiviert. Diese Aktivierung spezieller Assoziationen im Gedächtnis aufgrund von Vorerfahrungen mit den betreffenden Informationen geschieht häufig und zum allergrößten Teil unbewusst. Solch ein bahnender Reiz kann ein Wort, ein Bild, ein Geruch, eine Geste oder Ähnliches sein. Der primende bzw. bahnende Reiz aktiviert bottom up Gedächtnisinhalte, die top down bestimmen, wie schnell der nachfolgende Reiz verarbeitet wird, oder ob er korrekt erkannt wird, oder – bei uneindeutigen Reizen – auf welche Weise er interpretiert wird, oder sie beeinflussen den Gemütszustand oder nachfolgendes Verhalten. Das Konzept beruht auf der Aktivierungsausbreitung von Assoziationen.

Gedanken und Reaktionen bahnen

Im Vortrag der beiden ging es genau darum. Und parallel um die Präsentation ihres neuen Buches „Der Positiv-Effekt“. Sie berichteten von spannenden Studien:

  • In eigenen Laborexperimenten in dem größten sozialwissenschaftlichen Labor Europas an der Jacobs University belegten sie, dass durch negatives und positives Darbieten von Stereotypen in nur drei Minuten ein Leistungsunterschied von 400% in der Generierung kreativer Ideen von Projektteams hervorgerufen wird.
  • Auch in anderen Disziplinen wie der Pädagogik, der Psychologie sowie den Sportwissenschaften werden erstaunliche Wirkungen einer positiven Einstellung festgestellt.
  • Studien zu Placebo-Effekten zeigten, dass nur durch eine vermutete medizinische Behandlung körperliche Verbesserungen zwischen 20% und 80% eintreten können.

Negatives wirkt dagegen auf eine Seele vernichtend, wie mir mein Arzt bestätigte. Dieser erzählte – ebenfalls heute – von einer verbalen Fehlleistung, aus einer namenhaften Berliner Uniklinik: Weiterlesen

Golf – Olympia – Inklusion

DGV lädt in die Verbandszentrale

Fachgespräch zwischen Deutschem Golfverband DGV und Behinderten Golf Club Deutschland BGC. Mit am Tisch: tj.PHOENIX.

Wiesbaden – Welch‘ ein Schritt! Wie gelang dieser? Ihr wisst, vor noch nicht all zu langer Zeit rang „er“ mit den Göttern um sein Leben; wurde dabei komplett zerlegt. Lange der Kampf, sehr hart, den Tod immer im Nacken. Kaum konnte er wieder stehen, stürzte er und brach sich die Wirbelsäule. Was für ein Fehlstart ins neue Leben.

Olympische Spiele

Und doch träumte der Golfanfänger mit GdB 100 von „Olympia“. Und wurde prompt ausgelacht. Professionell setzte der „PHOENIX“ sich ein konkretes, realistisches Ziel und kündigte seine Teilnahme an, für die:

Deutschen Meisterschaften der Golfer mit Behinderung ’12.

Der geplante Meilenstein 2012 wurde bekanntlich erreicht! Die Saisonen ’13, ’14 brachten jeweils weitere Verbesserungen. Nebenbei ergaben sich viele, viele Kontakte im Golf, einschliesslich dem Verbandswesen. Irgendwie alles von selbst, irgendwie immer leicht.

Mit hervorragenden Top-Spielern konnte ich plötzlich trainieren. Oder spielte überraschend mit dem Präsidenten vom Golfverband Berlin-Brandenburg, Dr. Harald Binnewies. BGC-Vizepräsident Bernd Walsch (bester blinder Golfer Deutschlands!) kreuzte meinen Weg. Auch er war unterwegs in Richtung DM. Im Rahmen der Ausschreibung kam automatisch Deutschlands höchster Verband in den Fokus: der DGV. Die Bundeswehr lud mich zweimal zu grossen Turnieren ein, der DGV wurde bei diesen Golfwettkämpfen verbandspolitische gleich noch greifbarer, besser gesagt DGV-Präsident Hans Joachim Nothelfer. Er skizzierte jeweils in seinen Grußworten, persönlich vorgetragen in Berlin, die Zukunftsvisionen des DGV.

Golf - Olympische Spiele - Inklusion, DGV lädt BGC zum Fachgespräch

Golf – Olympia – Inklusion, Deutscher Golfverband meets Behinderten Golf Club Deutschland. Fotos: DGV, BGC, arts4PR

Der blinde Sportkamerad und ich verabredeten eine Trainingskooperation sowie ein strategisches Coaching für seine verbandspolitischen Aufgaben.

Inklusion & Öffentlichkeitsarbeit

Immer wieder war meine Expertise von ihm erfragt. Ihm nutzte dabei meine berufliche Ausrichtung, insbesondere die inzwischen fast 30-jährige unternehmerische Erfahrung. Oder es halfen meine öffentlichkeitswirksamen Auftritte als Botschafter für Inklusion bzw. als vitaler Behindertensportler. (u. a. Kampagne INKLUSION BAUT AUF für den Haupverband der Deutschen Bauindustrie). Diverse Gedanken, Gespräche und Weiterlesen