Leben „leben“

Danke, Heiner B.

Spirituelles, Philosophie, Kunst lassen sich zwar nicht essen – sind aber, in schweren Krisen, oft eine, wenn nicht sogar sehr wichtige Seelennahrung.

Auszug einer Betrachtung meines Freundes.

Der Mensch im Zentrum: Räume, Handlungsfelder sowie Gesellschaft als Architektur des Lebens um ihn herum, mit dessen Schwingungen harmonierend, ihn stärkend bzw. seinen Energiefluss unterstützend…

Herr BÜHLEN, ein theoretisches, ein schönes Ideal, die Basis Ihres tiefen Verständnisses, als bestens ausgebildeter Architekt.

Das Leben, der Tod, Gott und die Welt…
Seit unsere ersten Begegnung philosophieren wir gerne darüber, stundenlang. Und, aus der gemeinsamen Affinität zum Thema, mit wachsender Weiterlesen

Gesunde Geschenke

Danke, Klaus "vom Markt"

Viele kleine, sympatische Gesten lindern auch ein großes, böses Trauma… .

Als ich mich nach der Chemo erstmalig wieder auf die Straße wagte, hatte ich noch den langen Schlauch der Ernährungssonde (für künstliche Ernährung) in der Nase hängen.

„Wo warst Du so lange?“,

fragtes Du als ich bei Dir, KLAUS, am Wochenmarkt-Stand Kollwitzplatz vorbeischaute und die erste feste Aufbaukost einkaufen wollte.

Wir sprachen über meinen Krebs…

Dass ich seither

„3 x Vitaminreiches…“

bestelle und dann häufig

4 x sehr feines Gesundes

bekomme, liegt – vielleicht – an meinen undeutlichen Worten, bedingt durch die Kieferklemme, nach der Mund-OP – oder?

Wohl aber doch eher an Deinem Wohlwollen! Denn, ab und an findet sich ein leckerer Blumenkohl oder Granatapfel überraschend in meinem Korb – ganz ohne Worte. Samstag für Samstag läßt mich unsere kleine Einkaufs-Tour, die (Krebs)-Tortur, dann beim Mittagessen vergessen…

thanks4help

„Herr, erbarme dich“

Danke, Wolfgang

Auch ein charakterlich völlig konträrer Freund kann auf seine Art zur Heilung beitragen wollen. Beispielsweise durch sein Erbitten des (päpstlichen) Segens.

Wolfgang, während ich „chemotherapierte“ warst Du gleichfalls auf dem Gelände der Charité aktiv, allerdings tätig als Chef der Techniker oder „Chief of hohe Baukunst“ oder ähnlich Erfreuliches. Wie auch immer, vorbildlich jedenfalls. Zumindest Du hast was richtig Ordentliches gemacht, damals, aus unserem harten Elite-Studium an der Technikerschule Berlin.

Ich gründete lieber eine Firma, bereits in dieser Zeit, und fuhr Rennen, obgleich ich mir letztlich auch offiziell den Titel anhängen darf:

Staatlich geprüfter Techniker

Zurück ins heute: Dein Können jedenfalls war für das neue Forschungszentrum der Charité schwer gefragt. In den Mittagspausen kamst Du ab und an kurz, für ein paar Aufheiterungen, locker vorbeigefedert, besuchtest mich spontan am Krankenbett.

Heiliger Geist

Irgendwann gab es Urlaub, dass hieß für Dich auf nach Rom. Deine Verabschiedung:

„Ich werde für Dich dort in der Kapelle eine Kerze anzünden und ein Gebet sprechen, Thomas.“

In unserer langen Freundschaft war immer klar, dass wir die Welt ganz verschieden sehen bzw. verstehen. Gleichwohl konnte – und kann – ich von Herzen gerne annehmen, welch guten Willen Du, als tief gläubiger Christ, mir damit für meine Heilung schenken mochtest.

Ich hoffe nur, dass das Weihwasser nicht gleich verdampfte und man Dir nicht sofort die Tür des Vatikans vor der Nase zuschlug, als Du meinen Namen nanntest…

thanks4help