Sieg und Birdie

Danke, Golfclub Kallin

Der Kontakt zum Golfclub Kallin entsprang einem humorvollen Kräftemessen unter „gehandicapten“ Golfern.

GC-Mitglied Bernd Walsch, seines Zeichens bester Blinder Golfer Deutschlands, forderte mich Anfang 2012 augenzwinkernd zum Flight, „ob ich denn, nach schwerer Krebserkrankung, überhaupt schon wieder turnierfähig sei“. Genau wie er, strebte ich – hoch motiviert – das Ziel an: Antritt bei der Deutschen Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung, August 2012.

Training im Golfclub Kallin

Was lag also näher, mal zu schauen wie der Platz so ist, auf dem der große Meister mir eine Lehrstunde geben wollte. In Kallin angekommen, fühlte ich mich charmant durch das Damen-Trio Patricia, Sandra & Stephanie empfangen, eben so durch das entspannte Gastro-Team – auf einem absolut ruhigen, tief in der Natur gelegenen Golfclub. Sofort erkennbar: die super vermessene Driving Range, die gepflegte Pitch- und Putt-Anlage sowie einen 9-Loch Platz der es in sich hat, mit einem PAR 5, schmalen Fairways inkl. Bunkern. Durch die vielen Auslinien, eine echte Herausforderung!

Genau dort sollte in wenigen Tagen die Turnierserie Mercedes-Benz After Work Golf Cup ausgerichtet werden. Ich beschloss spontan: diese nehme ich zusätzlich in meinen Meisterschaftsplan auf (präzises Spiel ist gefordert, ein perfektes Golf Training unter Wettbewerbsbedingungen!). Da Flight-Partner – wie ein Könner Christian – gleichfalls dort aufspielten, wurde es mehrfach auch zum golftechnischen Genuss.

Das Wetter im Sommer 2012 schlug häufig extrem schnell um. Erinnern wir uns: mitten im Turnier urplötzlich Gewitter, Hagelschauer mit Körnern fast in Größe der Golfbälle, Abbruch per Signalhorn, 45 min. Unterbrechung, kurze Regelkunde durch den Spielleiter, putzen der Putting Greens, Kanonenstart und weiter ging es, im Sonnenschein, als ob nichts gewesen wäre. In Fragen der Reglementauslegung ein praktischer Schnellkurs inklusive und komplett gratis, allerdings für mich leicht schmerzhaft…

Birdie

Meinen allerersten Netto-Turniersieg holte ich seinerzeit bei Euch. Meine tolle Saison 2012 schloss ich heute ab, auch mit einem Turnier in Kallin, auf Eurem 18-Loch-Platz, am TEE 1 (PAR 5), mit einem Extraklasse Birdie – yeah!

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Total auf InklusionsKurs

Danke, Bernd Walsch

Berlin – weltmännisch engagiert sich ein Blinder für Golf als Behinderten- bzw. Inklusionssport

Bernd Walsch, wir trafen uns erstmals im Golfshop Berlin Mitte. Wir hatte dort nacheinander jeweils Trainingsstunden bei unserem gemeinsamen Golf Teaching Pro Richard Bligh. Eine weitere Parallele: Unsere detaillierte Trainingsplanung für die nächste Golfsaison, beginnend schon im Winter, mit dem einen klaren Ziel: Deutsche Meisterschaft. Du selbst bist der beste blinde Golfer Deutschlands und als Vizepräsident (BGC) sehr erfahren auch in allen organisatorischen Fragen; pflegst ein gutes Netzwerk in diesem Bereich.

Wer zahlt den Cafe?

Nach kurzem sympathischen Kennenlernen, gleich mit einem spontanen Golf Putting Wettspiel um einen Cafe, brachtest Du das Gespräch auf die Dt. Meisterschaft der Golfer mit Behinderung 2012,

„…nimm doch auch teil, Thomas.“

Dass ich dies bereits im Hinterkopf plante wusstest Du zu diesem Moment nicht. Dass sich damit zwei gleiche Gedanken trafen, war schöner Zufall. Denn, mit wenigen Deiner Anrufe und kurzen Formularwegen, war ich schnell bei den richtigen Personen, die mich besonders herzlich willkommen hießen. Nun musste ich nur noch die Qualifikation schaffen, mein Handicap verbessern…

An unserem großen Turnierwochenende, in Hamburg, trainierten wir zusammen, bildeten mit deinem Caddie Gregor Dieng und dem Team Dirk Ulmke einen sich gegenseitig unterstützenden Flight. Es lief super! Dann Euer lockerer Fahrservice, von Tür zu Tür, zurück nach Berlin und feierlicher Ausklang beim Lieblings-Italiener – Tage purer Lebensfreude, ja!!!

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Greenfee, Federn & Extrawürstchen

Danke, Golf & Country Club Hamburg-Treudelberg sowie Hotel Steigenberger

Der Turnierausschreibung 2012 entnahm ich: Deutsche Meisterschaft der Golfer / -innen mit Behinderung, in Hamburg-Treudelberg, zu spielen auf den 9-Loch-Plätzen A & B.

Es lag also auf der Hand, die Strategie für meine Trainingswoche sah gleichfalls vor: Spiel auf Platz A & B. Meine Planung sollte zunächst dem versetzten Rhythmus zur Pflege bzw. Auslastung Ihrer drei Plätze (A, B, C) entgegenstehen. Vom Management her verständlich, für mich allerdings nicht ganz so zielführend.

A, B oder C

Mit feiner hanseatischer Freundlichkeit der charmanten Damen des Golf & Country Clubs fand sich eine allseits gute Lösung, erfüllte sich des Golfers Wunsch. Dass ich in den von Ihnen zusammengestellten Flights mehrfach mit sehr routinierten Platz-Kennern sowie einstelligen HCP-Könnern spielen konnte, war darüber hinaus ein letzter, extra Abschlusstest für mein großes Turnier, am 11./12. Aug. 2012.

Feinste Federn & Extrawürstchen

Wennschon, dennschon: tj.PHOENIX logierte direkt am Platz, edel im *Hotel Steigenberger. Seit ewigen Zeiten schlief ich nicht mehr in so feinen Federn. Dass das Haus auf Golfer top eingestellt ist, liegt in der Natur der Sache. Dass es für mich mehrfach behinderten Sportler – gleichfalls – bestens präpariert ist, sei hier an einem meiner „Handicaps“ nur kurz umrissen: Nach schwerster Krebserkrankung im Hals, ist die Ernährung ein zentrales Thema, in Menge(n), Art bzw. Häufigkeit. Beim fürsorglichen Servicepersonal durfte ich stets ein kleines Zweites Frühstück ordern, Bananen wurden extra „eingeflogen“ und ein für mich wichtiges laktosefreies Buffet gehörte täglich zum Angebot. Toll! Ebenso Standard, der barrierefreie Zugang zum schönen Zimmer. Dann noch, das Highlight für geschundene Golfer-Ellenbogen: die Crash-Ice-Anlage in der Sauna.

Top Performance

Durch Eure Extras extra erstarkt, spielte ich in diesen Tagen besser denn je! Das wir uns 2013 wiedersehen ist – für mich – bereits jetzt fest geplant. Falls ich mit meinen kleinen Wünschen weiterhin erwünscht bin?

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